Luftschutzstollen an Westiger Straße wird verfüllt

Jens Riedel, Mitarbeiter der Firma Sachtleben Mining Services GmbH, steht am Eingang des Stollens, der mit einer Tür verschlossen war. Foto: Reichelt

Altena - Tausende von Fahrzeugen passieren täglich die Nette auf der Westiger Straße. Dass es hier im Hang einen 170 Meter langen ehemaligen Luftschutzstollen gibt, wussten bisher nur wenige.

Nun ist der Bereich mit Baken abgesperrt und erregt Aufmerksamkeit. Eine einzige Tür im Hang gegenüber der Firma Nedschroef ist der einzige sichtbare Hinweis. Was im Zweiten Weltkrieg für Schutz sorgte, ist heute nur noch eine Gefahr. Der Tunnel, der zwar nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, muss verfüllt werden.

Maßnahme nach dem allgemeinen Kriegsfolgengesetz

Mitarbeiter der Firma Sachtleben Mining Services GmbH aus Wolfach in Baden-Württemberg bereiten den Stollen, der sich oberhalb der Abzweigung zum Giershagener Weg befindet, seit rund drei Wochen darauf vor. „Das ist eine Maßnahme nach dem allgemeinen Kriegsfolgengesetz“, teilt der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW mit. Diese „Sicherungsmaßnahme“ werde durch den Bund durchgeführt.

Den Stollenausgang fanden die Mitarbeiter zugemauert vor. Um die Vorarbeiten leisten zu können, wurde dieser freigelegt. Mit Stirnlampen leuchten sie sich nun den Weg in den Berg hinein. „Wir setzen zuerst sieben Mauern in bestimmten Abständen“, erklärt Jens Riedel, Mitarbeiter der Firma Sachtleben. Die einzelnen Kammern, die dadurch nach und nach entstehen, werden dann mit Verfüllmaterial bestückt. Die Firma füllmix Verfüllsysteme GmbH aus Lippetal wird die Firma Sachtleben mit Silos, Pumpen und dem benötigten Material unterstützen.

Stollen wird mit Verfüllmatierial bestückt

Um in der kommenden Woche mit dem Ausfüllen des Stollens zu beginnen, waren die Mitarbeiter von Sachtleben am Freitag dabei, den Ausgang wieder zuzumauern. „Wir lassen bloß ein Guckloch.“

Nachdem der erste Abschnitt zugeschüttet ist, werden die anderen Mauern hochgezogen. Bisher wurden nur die Fundamente gelegt. Mit langen blauen Leitungen wird das Material von füllmix vom Eingang des Stollens aus in die Kammern transportiert.

„Der Stollen hat eine U-Form“, sagt Riedel. Sowohl vom Ein- und Ausgang aus führt jeweils ein Gang zunächst in den Berg hinein. Insgesamt 170 Meter verläuft er dann parallel zur Westiger Straße. Laut Riedel gehöre dieser Luftschutzstollen eher zu den kleineren. Die bevorstehenden Arbeiten werden wahrscheinlich rund zweieinhalb Wochen andauern.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare