Marilyn und das Stadtwappen

Stefan Berlet und Kino-Chefin Nicole Güldner im „de-Luxe-Saal“.

Altena - Heute im Programm im Apollo-Kino: „Alles steht Kopf“. Im Film geht es um einen Teenager und fünf Emotionen – im realen Leben gibt es aktuell nur Freude – auch, wenn tatsächlich gerade in der Renovierungsphase alles drunter und drüber geht.

Kinochefin Nicole Güldner strahlt. Im Schneeregen und mitten auf der Straße blickt sie stolz auf die neue Fassade. Auch im Kino selbst hat sich viel verändert.

Von auffällig zu sehr schick: „Wir haben uns außen für ein edles Rot entschieden. Und die Ornamente wurden herrlich herausgearbeitet“, erzählt Nicole Güldner. Der Farbdesigner Peter Zoernack hatte zuvor verschiedene Entwürfe ausgearbeitet. „Das Haus war toll rot, hatte Charme. Aber viele Dinge sind bislang einfach untergegangen“, sagt die Kino-Betreiberin. Und so kommen jetzt auch unterschiedliche Grautöne und Weißeffekte zum Einsatz – zum Beispiel an den Fenstern, die fast majestätisch hervorstechen. Eindrucksvoll ist auch das, was man in großer Höhe sieht: Das alte Stadtwappen am Haus wurde mit Blattgold verschönert. Eine Arbeit, die Maler Stefan Berlet trotz Höhenangst Blättchen für Blättchen übernommen hat. „Das ist irre“, schmunzelt Nicole Güldner über einen besonderen Hingucker. Zusätzlich wird das Gebäude individuell beleuchtet – wobei wieder ein Designer, diesmal Lichtexperte Klaus Storch, mit im Team war. „Es ist ein tolles Objekt, und es macht vielen Leuten Spaß, daran mitzuarbeiten“, sagt Nicole Güldner, die selbst überall mitwirkt, mitarbeitet, mithilft. Sie freut sich übrigens auch auf die neuen Filmidole in schwarz-weiß, die Airbrusher Stefan Dressler an die Fassade bringt. Marilyn Monroe mit wehendem Kleid ist auch dabei.

Bei laufendem Betrieb wird das Apollo-Kino gerade vielseitig verschönert. Nur, als im de-Luxe-Kinosaal ein neuer Teppich verlegt und der Deckenanstrich anstand, wurde kurz geschlossen. Kuscheliger Hochflor im Apollo-Kino-Blau soll das Wohlfühl-Ambiente noch einmal steigern.

Apropos wohlfühlen: Schon im Foyer ist nichts von der Stange. Gestern kamen ein nagelneues Sofa, acht kleine Tische und ebenso viele Barhocker. Und auch die Theke wird aufgearbeitet. Farbakzente und Kreidespiegel werden neue I-Tüpfelchen setzen. Die Investitionskosten, so verrät Nicole Güldner, liegen etwa bei 70000 Euro. Fertig ist alles Ende November.

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