Es wird gerast

Kohlberg-Anwohner klagen über Lärm und Unfälle

Mit Vollgas durch die Serpentinen: Motorradfahrer haben den Kohlberg für sich entdeckt – sehr zum Ärger der Dahler, die sich über erhebliche Lärmbelästigungen beklagen. -  Foto: Archiv

Altena -  Der Ausbau der Straße über den Kohlberg hat einen nicht unerheblichen Nachteil: Sie mutiert an schönen Wochenenden zur Rennstrecke für Motorradfahrer.

Aus dem ganzen Dorf wurde am Dienstagabend im Hotel Alte Linden über starke Lärmbelästigung an sonnigen Sonn- und Feiertagen berichtet. Terrassen und Balkone seien dann praktisch nicht zu nutzen. Es hätten sich auch schon mehrere Unfälle ereignet, auch mit Verletzten. Etliche Beulen in den nagelneuen Leitplanken seien der beste Beweis dafür, dass am Kohlberg deutlich mehr passiere als bekannt sei, hieß es.

Dass die Unfälle in keiner Statistik auftauchen, liege daran, dass es sich meist um Alleinunfälle handele und die Fahrer davon absähen, Polizei oder Rettungsdienst zu benachrichtigen, erklärte Ortsvorsteher Helmar Roder. Deshalb gelte die Strecke auch nicht als Unfallschwerpunkt. Ihr Mann habe schon mehrfach Erste Hilfe leisten müssen, berichtete die Frau eines an der Strecke wohnenden Feuerwehrmannes. 

Polizei sei das Problem bekannt

Der Polizei sei das Problem inzwischen bekannt, versicherte Roder – er habe bereits entsprechende Gespräche geführt. Dabei sei ihm zugesichert worden, dass die Strecke zwischen Dahle und Neuenrade in das Kontrollnetz aufgenommen werde, das die Polizei im Märkischen Kreis zur Bekämpfung der Motorradraserei geknüpft hat. Das heißt konkret, dass dort zivile Motorradstreifen eingesetzt und Radarkontrollen vorgenommen werden – und zwar vor allem an sonnigen Wochenenden, wie der Ortsvorsteher nach einem kritischen Einwurf betonte. Außerdem sei geplant, in Zusammenarbeit mit der Polizei Plakate aufzustellen, die die Motorradfahrer für die Belange der Anwohner sensibilisieren sollen.

Übrigens: Ein Teil der Raser kommt aus dem Dorf. Mit Dahler Motorradfahrern, die sich am Kohlberg unangemessen verhalten, sollen jetzt „nachbarschaftliche“ Gespräche geführt werden.

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