Antrag für nächste Ratssitzung: Grüne wollen nicht jedes Grün

„Urban“ sei diese Bepflanzung, meinen die Planer – Umweltschützer sehen die Lebensbäume an der Lenne kritisch. Foto: Bender

Altena - Am kommenden Montag, 24. August, tagt im großen Sitzungssaal der Rat. Ab 17 Uhr steht dort auch ein Antrag der Grünen zur Diskussion. Sie fordern darin, bei der Gestaltung öffentlicher Grünflächen demnächst darauf zu achten, dass heimische Gehölze verwendet werden.

Hintergrund: Bei der Umgestaltung des Lenneufers gegenüber der Terrassen wurden Lebensbäume (Thuja) gepflanzt – vor allem dem Naturschutzbund (Nabu) sind diese „Friedhofskoniferen“ ein Dorn im Auge.

Nabu-Mitglied Dietrich Daub schreibt auf seiner Homepage: „Vermutlich ist eine Bepflanzung notwendig, aber wieso ausgerechnet mit den völlig standortfremden Lebensbäumen? Schließlich gibt es Alternativen mit Bäumen und Sträuchern die zu einem natürlichen Flussufer passen, zum Beispiel Pfaffenhütchen, schwarzer Holunder, Traubenkirsche und Weiden, um nur einige zu nennen“.

Wie Daub sind auch viele Landschaftsgestalter der Ansicht, dass der ökologische Wert der Thujen dem von Plastikblumen nahekommt und dass eine Hecke aus heimischen Gehölzen zum Beispiel für Vögel deutlich wertvoller ist. Auch auf vielen Friedhöfen ist das Pflanzen dieser „Lebensbäume“ inzwischen ausdrücklich verboten.

Die Grünen sind der Auffassung, dass diese Kritik ernst genommen werden sollte. Sie weisen auf die bevorstehende Umgestaltung des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes hin und fordern, dabei im Vorfeld die Sachkunde der Naturschutzverbände zu nutzen und den Bepflanzungsplan mit ihnen abzustimmen. Dabei geht es ihnen auch darum, dass bereits vorhandener, natürlicher Uferbewuchs nach Möglichkeit erhalten bleibt.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare