46 Freifunk-Router in der Innenstadt

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Optiker Christian Berndt zeigt einen der Freifunk-Router.

Altena - „Wir wollen die Stadt nach vorne bringen. Dazu gehört auch freies Internet für freie Bürger“, lautet die Parole von Christian Berndt. Der Optikermeister aus Altena ist einer von vier Pionieren, die ein offenes WLAN-Netzwerk in der Altenaer Innenstadt installieren wollen.

„Das ist ganz einfach. Jeder, der einen Internet-Router zuhause hat, kann einen Freifunk-Router an diesen anschließen und somit die eigene, ungenutzte Bandbreite zur Verfügung stellen. Es besteht für den jeweiligen Betreiber des Routers kein Risiko“, so Christian Berndt.

Die Idee eines Freifunk-Netzwerkes ist nicht neu: „Bereits vor zehn Jahren wurden in größeren Städten Deutschlands die ersten Router aufgebaut“, erklärt Berndt. Der Vorteil zu „klassischen“ kostenlosen Netzwerken sei vor allem der fehlende Anmeldeprozess. So seien „kein Vertrag, keine Registrierung, keine Anmeldung und somit auch keine Kosten mit dem Internetzugang verbunden. Einfach das WLAN am Handy oder Laptop aktivieren und verbinden“, so die Erklärung von Christian Berndt.

Bislang sind bereits 46 Freifunk-Router in Altena aufgestellt und liefern kostenloses Internet für jedermann: „In den nächsten Wochen wollen wir soweit sein, dass die gesamte Lennestraße mit Routern versorgt ist“, erklärt Berndt das Ziel des Projekts, das gemeinsam mit dem Freifunkverein Iserlohn und dem Motorsportclub Altena durchgeführt wird. Größere, freifunklose Lücken bestehen noch in den Bereichen Mittlere Brücke und Küstersort. Aufkleber an Fensterscheiben zeigen an, dass am jeweiligen Ort ein Freifunk-Netzwerk zur Verfügung steht.

Der Optikermeister betont, dass nicht nur Geschäftsleute, sondern auch Privatpersonen einen Freifunk-Router aufstellen können: „Ein Router kostet 20 Euro. Die monatlichen Stromkosten liegen bei unter 50 Cent. Sicherheitsbedenken müssen potentielle Betreiber laut Christian Berndt nicht haben: „Man muss sich keine Gedanken machen, dass ein Hacker per WLAN auf den Router und von dort aus weiter auf den privaten Computer gelangen kann. Der Freifunk-Router ist absichtlich ein separates Kästchen, weil er so getrennt von der weiteren Netzwerktechnik funktioniert und den Computer so vor Angreifern schützt.“ Die Daten gehen nicht direkt ins Internet, sondern werden verschlüsselt und gehen über zwei „Tunnel“ an zwei Server im Rechenzentrum. Erst dort werden sie ins Internet übermittelt: „Sucht ein Anwalt nun nach dem Ursprung der Daten, landet er nicht etwa bei dem netten Menschen, der den Freifunk-Router aufgestellt hat, sondern beim Server im Rechenzentrum. Der Betreiber des Servers ist der Freifunk-Verein, der Abmahnungen erfolgreich abwehren kann, weil er als IP-Provider akzeptiert ist und für die transportierten Daten nicht einstehen muss.“ - Von Daniel Schröder

Wer einen Freifunk-Router aufstellen möchte, kann sich bei Christian Berndt unter Tel. 02352/25244 melden. Weitere Informationen unter www.

stadtmarketing-freifunk.de

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