Stadt sucht Schiedsperson

Tanja Jäker, Abteilungsleiterin im Rathaus

Altena - „Streithansel“ sind Altenaer im Grunde nicht. So heißt es jedenfalls aus dem Rathaus. Und doch: Jetzt sucht die Stadt eine oder einen Bürger, der das verantwortungsvolle Amt einer Schiedsperson übernehmen möchte.

Schiedsfrau Ute Anlauf, bisher für den Schiedsamtsbezirk Mühlendorf/Freiheit zuständig, hat ihr Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt. Aus diesem Grund sucht die Stadt nunmehr eine Schiedsperson, die dieses Amt hier übernimmt.

Tanja Jäker, Abteilungsleiterin im Rathaus, erklärt: „Schiedspersonen werden immer dann aktiv, wenn es darum geht, kleinere Nachbarschaftsangelegenheiten zu schlichten. Ziel ist es, die Gerichte zu entlasten und die Streitigkeiten möglichst schnell und ohne großen Aufwand aus der Welt zu schaffen.“

Auch der Zeitaufwand sei überschaubar, so ist zumindest die Erfahrung aus dem Rathaus. Jäker erklärt weiter: „Bewerber für dieses Amt sollten älter als 30 und jünger als 70 Jahre sein.“ Der Gesetzgeber schreibt vor, dass eine Schiedsperson voll geschäftsfähig und die Befähigung haben muss, öffentliche Ämter zu bekleiden.

Das Rathaus-Team verspricht: „Die Schiedspersonen werden regelmäßig geschult und haben Anspruch auf eine jährliche Aufwandsentschädigung.“ Personalvorschläge unterbreitet die Verwaltung dem Rat. Folgen die Politiker der Verwaltung, wird die Schiedsperson auf die Dauer von fünf Jahren gewählt. Wenn die streitenden Parteien nicht zu Hause empfangen werden sollen, stellt die Stadt Räumlichkeiten für die Verhandlung zur Verfügung.

Wer Interesse hat, dieses Amt auszuüben, sollte sich im Rathaus, Abteilung Interner Service, melden. Das geht entweder durch einen persönlichen Besuch an der Lüdenscheider Straße 22 oder über Telefon 20 92 24 (Tischmeyer).

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