„Heutzutage geht es doch nur noch um die Kohle“

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Heinz Werner Müller findet, dass die Gewerkschaften viel Schaden anrichten.

Altena - „Früher ging es den Gewerkschaften noch um die Unterstützung der Arbeiter gegen eine Ausnutzung durch die Arbeitgeber und sie haben sich für vernünftige Arbeitsverhältnisse eingesetzt“, sagt Heinz Werner Müller (55).

Heute dagegen würden die Gewerkschaften deutlich ihr eigentliches Ziel verfehlen. „Man hört nur noch Debatten um Tarifverhandlungen. Heutzutage geht es doch nur noch um die Kohle“, so Müller. Als Ergebnis dieser Kämpfe würde mehr volkswirtschaftlicher Schaden, als Nutzen angerichtet werden.

 „Das ist nicht wieder gutzumachen.“ Besonders genervt ist Müller von den ständigen Debatten aus dem öffentlichen Dienst oder den Forderungen der Flugpiloten.

Für Müller sollten sich die Gewerkschaften eher für diejenigen Arbeiter der Gesellschaft einsetzen, die zurzeit stark benachteiligt würden. „Krankenschwestern oder auch die Menschen aus den Pflegediensten, die noch richtig anstrengende Drecksarbeit leisten, die verdienen deutlich mehr Unterstützung als zum Beispiel Beamte“. 

Müller hofft für die Zukunft, dass sich die Gewerkschaften wieder mehr um die Arbeitsverhältnisse als nur um die Tariflöhne, kümmern werden. „Am Besten besinnen sich die Gewerkschaften wieder auf den Ursprung – zurück zu den Wurzeln.“

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