Vorstellungen der Rewe-Gruppe völlig inakzeptabel

Altenaer Stapelcenter: Investor in den Startlöchern

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Nach der Sanierung sehr viel freundlicher: In das Parkhaus des Stapelcenters wird seit Monaten kräftig investiert.

Altena - Es gibt einen konkreten Kaufinteressenten für das Stapelcenter. Mit dieser Mitteilung wendet sich jetzt der Verwalter der Immobilie an die Öffentlichkeit.

Peter Brückner, selbständiger Versicherungs- und Immobilienkaufmann aus Fredersdorf bei Berlin, reagierte am Donnerstag auf die Berichterstattung über die angekündigte Schließung des Toom-Marktes. 

"Nie an einem Tisch gesessen"

Die Angaben eines Rewe-Sprechers, man habe sich in Verhandlungen nicht über die Konditionen einer Mietvertragsverlängerung einigen können, seien falsch: „Wir haben nie an einem Tisch gesessen“. Es gebe lediglich eine E-Mail mit völlig inakzeptablen Vorstellungen der Rewe-Gruppe, die unter anderem eine Reduzierung der Miete um fast 50 Prozent verlangt habe. Damit habe es keine Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit gegeben. 

Brückner kritisierte in einem Telefonat mit unserer Zeitung auch die Altenaer Kommunalpolitik: Ihre Entscheidung für das Nahversorgungszentrum Rahmede trage nicht gerade zur Stärkung der Innenstadt und damit auch des Stapelcenters bei. 

Sanierung auf den Parketagen

Bedauerlich sei auch, wenn das Objekt jetzt „kaputtgeredet“ werde, sagte Brückner mit Hinweis auf Aussagen unter anderem des Bürgermeisters. Hollstein hatte gesagt, das Objekt hätte aus heutiger Sicht nie gebaut werden dürfen und die Tiefgarage sei ein Alptraum. Brückner verwies in diesem Zusammenhang auf die derzeit laufenden Arbeiten auf den Parketagen. Wenn die Betonsanierung abgeschlossen sei, werde eine neue Beleuchtung für einen freundlicheren Gesamteindruck sorgen. 

Es gebe auch Überlegungen, wie man die Zufahrt verbessern könne – hier wolle man aber dem potenziellen neuen Investor nicht vorgreifen, sagte der Verwalter. Angaben zu seinem Verhandlungspartner machte Brückner nicht. „Wir stehen aber in den Startlöchern“, sagte er – ob es zum Vertragsabschluss komme, hänge natürlich auch von der niederländischen Bank ab, die als Insolvenzverwalter eingesetzt ist. Auch das Insolvenzgericht müsse dazu seine Zustimmung geben. 

Stapelcenter wieder attraktiv machen

Das Stapelcenter hatte seit der Jahrtausendwende mehrfach den Besitzer gewechselt. Zuletzt gehörte es zur niederländischen Investorengruppe Sagittarius Consultancy b. v., die mit diesem Projekt aber ebenso scheiterte wie vor ihr die Hasekamp-Immobilien. Dem derzeitigen Interessenten sei klar, dass es einiger Anstrengungen bedürfe, um das Stapelcenter wieder attraktiv zu machen, sagte Brückner gegenüber unserer Zeitung. „Ihm geht es vor allem um einen vernünftigen Branchenmix“.

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