Altenaer Mieter werten Häuser durch Pflege der Vorgärten auf

Altenaer Mieter werten Häuser durch Pflege der Vorgärten auf

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Der prachtvolle Treppenaufgang hat durch das Engagement der Mieter deutlich gewonnen. ABG-Chef Effertz und sein Team bedanken sich dafür mit einem Gutschein.

Altena - Jahrelang war Bärenklau das dominierende Gewächs im Vorgarten der Häuser Friedhofstraße 8 und 10. Das ist vorbei: Mit Unterstützung der Baugesellschaft haben Mieter die Anlage auf Vordermann gebracht.

Die Initiative ging von der Familie Suer aus, die vor einem Jahr in eine der Wohnungen einzog. Der völlig überwucherte Vorgarten war den neuen Mietern der Altenaer Baugesellschaft (ABG) schnell ein Dorn im Auge: Sie überredeten einige ihrer Nachbarn, für Ordnung zu sorgen. Also wurde der Bärenklau beseitigt und manche Tulja gefällt. 

Statt ihrer wachsen nun Ringelblumen und Geranien vor den beiden Häusern – die Kosten für die Neubepflanzung hat die Hausgemeinschaft selbst getragen. „Was bei der Aktion zutage kam, hat uns selber überrascht“, sagte ABG-Vorstand Joachim Effertz, als er sich gestern mit einem Gutschein einer Gärtnerei bei den Mietern für ihr Engagement bedankte. 

„Dass das so toll aussieht, hat man vorher nicht gesehen“

Der Treppenaufgang zu den beiden Häusern ist nämlich durch die Rodung zu einem echten Schmuckstück geworden. Zwei Treppen schlängeln sich um ein Becken, das früher von einem Brunnen gespeist wurde, wie die Suers von einer alten Mieterin erfuhren. Effertz: „Dass das so toll aussieht, hat man vorher nicht gesehen“. 

Die Mieter bewiesen Liebe zum Detail. Dafür bleibt bei der Großenflächenpflege keine Zeit.

Nur für einen war das keine Überraschung: Markus Lapp, der Maurer im ABG-Team, musste das Bruchsteinmauerwerk vor 25 Jahren in seiner Lehre ausbessern. Gestern legte er dort wieder Hand an, um defekte Fugen zu reparieren. „Wenn eine Hausgemeinschaft so zusammenhält, dann ist das Gold wert“, sagte Magnus Benkhofer, der für die Instandhaltung zuständig ist. 

Großflächenpflege

Grünpflege ist teuer, dementsprechend kostenoptimiert wird gearbeitet: Zweimal im Jahr stutzen Fremdfirmen Hecken und Sträucher und mähen die Wiesen. Das nennt sich „Großflächenpflege“, für gärtnerische Feinheiten wie Ringelblumen und Geranien bleibt keine Zeit. 

Die beiden Häuser an der Friedhochstraße wurden 1924 errichtet und gehörten bis 1990 der Stadt. Dann übernahm die ABG – und ist zufrieden: Vor allem wegen der Nähe zur Innenstadt seien die Wohnungen begehrt, es gebe keinen Leerstand, sagte Effertz. Im kommenden Monat werden die Häuser übrigens weiter aufgewertet. Dann erhalten sie einen einen neuen Anstrich.

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