Verschiedene Vorhaben in der Burgstadt / Linscheider Bach und Lennestraße 30

Altenaer Immobilienprojekte im Überblick

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Die 1957 errichtete Jugendherberge am Linscheider Bach. Das Gebäude und das umliegende Grundstück wurden in den 1990er Jahren durch den Verein Sirius e. V. betrieben, der hier eine Drogenhilfeeinrichtung ins Leben rief.

Altena - In der Stadt gibt es einige markante Immobilien, die den Besitzer gewechselt haben und wo sich scheinbar – oder auch tatsächlich – nichts tut. Die Lage im Fall Linscheider Bach:

Der Zuschlag an den neuen Eigentümer erging bei einer Zwangsversteigerung im September 2014. Im Mai 2013 war das Kapitel „Sirius“ endgültig zu Ende gegangen. Seit 2006 hatte sich der Trägerverein der ehemaligen Drogenhilfe-Einrichtung im Insolvenzverfahren befunden. Das Gebäude war anfangs noch auf einen Verkehrswert von 660 000 Euro taxiert worden.

Gebäude aus dem Jahr 1957

Im Jahr 2009 wurden bei einem Zwangsversteigerungstermin 460 000 Euro aufgerufen. Am Ende ging die Immobilie für ein Hundertstel dieser Summe, für 4600 Euro, an den neuen Besitzer. Das Gebäude aus dem Jahr 1957 ist rund 2000 Quadratmeter groß. Mitsamt dem umliegenden Grundstück ergibt sich eine Fläche von 3500 Quadratmetern. 

Durch den langen Leerstand ist der Zustand der Immobilie nicht mehr der beste: Es gibt Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung. Das war auch der Grund, warum man dem neuen Eigentümer, einem Handwerker aus Oberhausen, von städtischer Seite empfohlen hat, auf dem Grundstück eine Reihe von Bäumen zu fällen. Mehr ist noch nicht passiert. Bei der Versteigerung hatte der Eigentümer über Ideen in Zusammenhang mit „Betreutem Wohnen“ gesprochen. 

Nutzung für Wohnzwecke

Stadtplaner Roland Balkenhol, der auch für die Bauaufsicht zuständig ist, weiß nach Gesprächen mit dem Besitzer von einer Nutzung für Wohnzwecke. „Ich bin zuversichtlich, dass das etwas wird“, sagt Balkenhol, auch wenn man wohl mit einem längeren Zeitraum rechnen müsse. „Das kann sich über Jahre ziehen“. 

Der neue Besitzer sei Inhaber eines Handwerksbetriebes und habe vor, die Arbeiten am Linscheider Bach mit eigenen Leuten zu erledigen – „so wie es passt“. Offensichtlich habe der Mann derzeit anderweitig viel zu tun. Dass das Projekt irgendwann schon vorankommen werde, daran zweifelt Balkenhol nicht. „Ich habe Vertrauen in den Bauherren. Es handelt sich um einen Eigentümer, der handlungsfähig ist“. Das sei längst nicht überall der Fall. 

Alle statistisch relevanten Probleme erledigt

Von der Lenneuferstraße aus ist erkennbar, dass es bereits große Fortschritt am Haus Lennestraße 30 gegeben hat, aber es handelt sich um eine langwierige Baustelle.

Gegenbeispiel: Winkelsen. Das Haus Lennestraße 30, ehemals Möbel Hinne, hatte im Herbst 2011 den Besitzer gewechselt. Melchior Ossenberg-Engels berichtet, dass nach einigen Verzögerungen – unter anderem durch den Dachdecker – jetzt der Trockenausbau fertiggestellt ist. Der Bau ruhe seit etwa einem Monat. „Alle statisch relevanten Probleme sind erledigt“, so der Architekt. 

Anfang Oktober werde der Aufzug eingebaut; neue Fenster und Heizungen sind bereits installiert. Eigentlich hatte der Zeitplan vorgesehen, dass die Fertigstellung Anfang 2015 geschieht. Das muss nun natürlich korrigiert werden. „Die Wohnungen sind im zweiten Quartal 2017 fertig“, so Melchior Ossenberg-Engels. Hier waren, wie in es in vielen Altbauten der Fall ist, nach der Entkernung etliche Maßnahmen zu treffen, die eine zeitgemäße Nutzung ermöglichen.

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