Antek trifft auf Picasso

Antek vor seinem neuen Picasso-Experiment.

Altena - Antek kann wieder lachen: Nachdem ihm die angeschlagene Gesundheit einen Strich durch manche kreative Phase gemacht hatte, hat ihm die jüngste Begegnung mit Pablo Picasso wieder Auftrieb gegeben. „Ich wollte ihn nicht kopieren, aber wir sollten mal zueinander finden. Das habe ich ausprobiert und es hat mir Riesenspaß gemacht!“

Dieses coole Kunstexperiment war natürlich ein Höhepunkt von Anteks Vier-Wände-Ausstellung am Wochenende. Es war bereits die zehnte, denn mit seinem Atelier mit angeschlossener Galerie feiert der Künstler in diesen Tagen seinen ersten runden Geburtstag in der Stadt. Den eigenen Reifeprozess, den er hier durchlebt hat, hat er neckisch in einem Paarportrait in Schwarzweiß umgesetzt: „Ab 50 lecker essen ist wichtiger als alles andere“ hat er es betitelt.

Das soll nicht heißen, dass Antek alias Christoph Schulz nun seine Prinzipien verwirft. Mensch, Tier und Natur bleiben seine Themen und es wird immer wieder neue großformatige Kopfportraits geben, in denen sich überall ein kleiner Teil des Künstlers selbst widerspiegelt. Das wissen seine langjährigen Kunden und Fans natürlich, weshalb sie sich mit Freude und Neugier zwischen Atelier und Galerie bewegten, um durch den aktuellen Bestand durchzustöbern. Vier Werke, die eigentlich ins Ausstellungskonzept gehört hätten, waren kurz vor Eröffnung der Vier-Wände-Ausstellung nach Österreich verkauft worden. „Ich muss wieder nachlegen“, erklärte Antek lachend. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um bei Wein und Snacks einen schönen Samstagabend mit Kunst und guten Gesprächen zu verbringen. Und auch am Sonntag hatte der Künstler den Galerieeingang geöffnet.

An den weiteren 363 Tagen im Jahr empfängt Antek seine Gäste am Seiteneingang. Selten sind es Altenaer, die dort klingeln und sich auf den zwei Kunstetagen umsehen möchten. „Da besteht auch nach zehn Jahren und trotz viel Kommunikation noch immer eine Hemmschwelle“, bedauert der Künstler. Auch die Möglichkeit, die Bilder monatlich für ein Prozent des Kaufpreises anzumieten und immer wieder durch neue Kunst auszutauschen, ist für viele Besucher immer noch eine Überraschung. Der Künstler sieht für sich darin aber auch eine Herausforderung: Weitermachen. Denn Altena ist ihm in zehn Jahren natürlich auch ans Herz gewachsen.

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