Viel Arbeit vor dem Lift-Anbau

Ralph Tigges arbeitet an einer Mauer, die die Böschung hinter den Häusern befestigt, und an dem barrierefreien Weg zu den Liften.

Altena - 32 Wohnungen in Häusern der Altenaer Baugesellschaft (ABG) an der Straße Am Lennestein bekommen barrierefreie Zugänge. Auf der Rückseite der vierstöckigen Gebäude werden dazu von außen Lifte installiert, die über angrenzende, ebenfalls neue Balkone Zutritt in die Küchen der Wohnungen ermöglichen.

Die Bauarbeiten sind ein Zusammenspiel mehrerer Firmen, die im Auftrag der ABG die Zugänge alten- und behindertengerecht gestalten und gleichzeitig im Treppenhaus vieles modernisieren.

Nachdem hinter den Häusern die Ausschachtungsarbeiten abgeschlossen sind, befestigt die Firma Tigges gerade die Böschung mit einer Mauer und bereitet den barrierefreien Weg zu den Liften vor. Für diese und für die angrenzenden Balkone hat der Aufzugbauer LiftTec aus Donaueschingen bereits die Konsolen befestigt. In den nächsten Tagen kann er nun mit dem Anbringen der Lifte und Balkone beginnen.

Doch noch weitere Vorarbeiten sind dafür nötig. Da, wo in den Küchen ein Fenster war, muss nun eine Balkontür als zusätzlicher Wohnungseingang eingesetzt werden. Die Firma Tigges erweitert dafür die Fensteröffnung nach unten, die Firma Schmidt setzt dann die neuen Türen ein, und Tigges wiederum putzt diese dann ein.

Für die Mieter war das schon vorher eine größere Sache, da ihre Küchen – bisher größtenteils mit Arbeitsplatten unter den Fenstern – dafür umgebaut werden mussten. Joachim Effertz, Vorstand der ABG, sagte dazu auf Anfrage des AK, dass die Baugesellschaft die Umbauarbeiten auf ihre Kosten gemeinsam mit einem Küchenbauer und den Mietern umgesetzt habe.

Ein Maler der Baugesellschaft arbeitet sich von Wohnung zu Wohnung vor, um den Küchen nach dem Durchbruch und dem Einbau der Türen wieder den letzten Schliff zu geben. Und nicht nur in den Küchen ist was los, sondern auch vor den Wohnungen in den Hausfluren herrscht Baulärm. Dort kümmert sich die Firma Straface Elektrotechnik um die Installation neuer Klingel- und Sprechanlagen, Stromzähler und Beleuchtung. Effertz sagte, dass die bald 50 Jahre alten Häuser auch von außen gestrichen werden sollen.

Firmeninhaber Ralph Tigges sagte, die Bauarbeiten dauerten voraussichtlich bis Anfang Dezember. Kämen Bodenfrost oder starker Regen dazwischen, müsse die Baustelle aber ruhen – was dann zu Verzögerungen führe.

Die Mieter haben offenbar unterschiedliche Meinungen zum Umbau. Eine Mieterin beklagt, dass sich der Aufzug außen und auf der Rückseite des Hauses befinde und der Keller damit nicht erreichbar sei. Auch für den Weg zum Briefkasten und zum Mülleimer müsse man nach der Aufzugfahrt dann einmal um das Haus herumlaufen. Laut Effertz seien Aufzüge im Innern der Häuser zwar technisch möglich gewesen, wären aber viel aufwändiger und teurer geworden. „Außerdem hätte man dafür viel Platz gebraucht, was zu Lasten des Wohnraums gegangen wäre“, erklärte der ABG-Vorstand.

Ein anderer Mieter betrachtet den barrierefreien Zugang als Vorteil – und freut sich auch über die Modernisierung des Hauses.

Die Nettokaltmiete steigt laut Effertz um 95 Euro monatlich, wobei die Mieter zunächst ein Jahr lang nur die Hälfte dieser Erhöhung zahlen. Effertz: „Das Ziel ist, die Mieter mitzunehmen und ihnen die Mieterhöhung erträglicher zu gestalten.“

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