K. Wolfewicz arbeitet an neuen Themen für Geschichtsgarten / Burgbläser gründen

Altena und Westfalen im Blick

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Karsten Wolfewicz und Kai Finkernagel schmieden Pläne für ein besonderes Bläser-Ensemble.

Altena -  Den Rentieren und ihren Jägern zu folgen und ergründen, was Hagen von Tronje im Sinne des Wortes „im Schilde führte“ – und Graf Adolf von Altena mal besser kennenlernen. Karsten Wolfewicz, der den „Garten der Geschichte“ geschaffen hat, holt im kommenden Jahr noch einmal groß aus.

Nicht weniger als neun Premieren, neun neue Themenabende wird es im Garten der Geschichte geben. Karsten Wolfewicz arbeitet derzeit an den Texten, an den Bühnenbildern und den Requisiten. „Der Garten der Geschichte goes Westfalen“, beschreibt Wolfewicz den Kurs.

650 Jahre Altena 

Die Themenreihe wird sich also verstärkt mit dem heimischen Raum beschäftigen und die Burgstadt öfter in den Mittelpunkt rücken – aus gutem Grund: 2017 jährt sich zum 650. Mal die Verleihung der Freiheitsrechte an Altena. Über das ganze Jahr verteilt soll es Veranstaltungen geben, die an das Jubiläum erinnern. 

Den Auftakt macht im April die Wiedereröffnung der Lutherkirche, dann spannt sich der Bogen bis in den Dezember hinein – das ist der Monat, in dem Altena 1367 den Freiheitsbrief bekam. Ein Schwerpunkt, das steht jetzt schon fest, wird der 9. September sein, wenn das Bungernfest der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft gefeiert wird. 

Weiter thematischer Bogen

Der „Garten der Geschichte“ wird das Jubiläumsjahr in einem weiten thematischen Bogen begleiten. Dabei werden spannendste Einzelheiten und neue Erkenntnisse zutage kommen, verspricht Wolfewicz. Wer die Begeisterungsfähigkeit des Altenaers kennt, weiß, dass das keine leeren Worte sind. 

Die Dachthemen heißen „Die Geburt des Nordes“ (Frühjahr), „Streifzüge durch das Rittertum“ (Sommer) und „Weit über das Ende hinaus“ (Herbst). Wolfewicz wird früh einsteigen, in einem Abschnitt der Geschichte, der unfassbar weit entfernt scheint. „Irmingard“ heißt der erste Geschichtsabend im Frühjahr. Dann will Wolfewicz die Landschaft und die Zeit der Irminsul vorstellen. 

Die Irminsul oder Erminsul war ein Heiligtum der germanischen Sachsen, das um das Jahr 770 auf Veranlassung Karls des Großen von den Franken zerstört wurde. „Da war es aber schon Jahrtausende alt“, ist Wolfewicz überzeugt. Er wird an diesem Themenabend „die ersten Sauerländer“ in den Mittelpunkt rücken und deren „sommerlichen Treffpunkt“ - eben die Irminsul.

Eine neue Tradition

Das Jubiläumsjahr soll aber auch Anlass sein, eine neue Tradition für besondere Anlässe in der Stadt zu begründen: die „Altenaer Burgbläser“. Ob es bei diesem Namen bleibt, ist noch nicht sicher, Vorschläge sind daher willkommen. 

Hier hat Karsten Wolfewicz Kai Finkernagel mit ins Boot geholt, der über die von seinem Vater Fritz gegründete Musiker-Stiftung die Instrumente finanzieren wird: Sechs Trompeten, die noch zu Fanfaren umgearbeitet werden. Rolf Lehmann wird dabei helfen, das sechsköpfige Ensemble aufzubauen. 

Blechbläser gesucht

Gesucht werden derzeit noch Bläser, die sich bei Karsten Wolfewicz in der Burg Holtzbrinck (Tel. 22858) melden können. Bei den Burgbläsern will man Wert auf historische Authentizität legen, was sich auch im Auftreten und der Gewandung zeigen wird. Zwei begeisterte Schneiderinnen, die die Herstellung übernehmen, sind bereits gefunden. Die Finkernagel-Stiftung wird auch die Herstellung der Gewänder finanzieren.

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