Bäume entlang der Landstraßen müssen fallen

Pilz und Insekt sind schuld: In Altena sterben die Eschen

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In Altena müssen großflächig Eschen geschlagen werden. Ein Pilz und ein Insekt setzen ihnen mächtig zu.

Altena - Immer wieder muss Michael Overmeyer als Pressesprecher von Straßen.NRW zu Baumpflegearbeiten seiner Behörde entlang der Landstraßen Stellung nehmen. Nicht immer sind Bürger, die ihn kontaktieren, dabei höflich oder bringen Verständnis für die durchzuführenden Pflege-Maßnahmen auf.

Michael Overmeyer, Sprecher von Straßen.NRW

Allein: Was er jetzt verkünden muss, geht dem Öffentlichkeitsarbeiter selbst zu Herzen. Straßen.NRW ist dabei, für „Altena und natürlich weit darüberhinaus, eine flächendeckende Ausschreibung für das Fällen von Eschen vorzubereiten“. 

Flächendeckend steht damit fast für „Ausrottung“ dieser Baumart – zumindest im Lennetal. Grund dafür ist ein aggressiver Pilz, gegen den Forscher bisher noch kein Gegenmittel gefunden haben. Neuerdings kommt auch eine Käferart hinzu, die den Baumriesen kräftig zusetzt. Beide schädigen die Bäume derart, dass sie umzufallen drohen und als Gefahrenbäume eingestuft werden müssen. 

Während der Pilzerreger als sogenannte Nebenfrucht des „Falschen Weißen Stängelbecherchens“ (botanischer Name Hymenoscyphus fraxineus) bereits klassifiziert ist und ursprünglich aus Asien kommt, bahnte sich der zweite Schädling, der Eschenprachtkräfer, seinen Weg über Russland nach Europa. 

„In Altena werden wir die großen Bäume durch von uns beauftragte Bäumpfleger fällen lassen müssen – nur die kleinen Hölzer werden wir selbst entnehmen“, so Overmeyer. Die Gemeine Esche, in der Sprache der Botaniker Fraxinus excelsior genannt, wird bei uns bis zu 40 Meter hoch und überragt damit die meisten anderen heimischen Laubbäume. Sie gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) und kann bis zu 300 Jahre alt werden

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