Slotcar-Bahn Altena: Technik, die begeistert

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Startampel, Lichtschranke und eigenes PC-Programm: Die Slotcar-Bahn ist bestens ausgestattet.

Altena - Rüdiger Bastian ist passionierter Tüftler. Im Jahr 2012 nutzte er seine Begeisterung für ein Projekt, aus dem ein technisches Meisterwerk geworden ist: Mit sechs Jugendlichen baute er im Generationentreff Knerling eine Slotcar-Bahn mit dem klangvollen Namen „Knerling-Ring“.

Seit Juni 2013 Jahren ist sie in Betrieb. 3000 Euro Materialkosten, sechs Monate Bauzeit und ungezählte Arbeitsstunden: Die vierspurige, 30,2 Meter lange Slotcar-Bahn ist ausgeklügelt bis ins letzte Detail. „Wir haben ein Computerprogramm, das bis zu 15 Fahrer verwalten kann. Das Programm können wir auf Trainings-, Qualifikations- und Rennmodus einstellen“, sagt Bastian.

Technische Schmankerl

Rüdiger Bastian freut sich über die moderne Technik: Die Fahrer können während des Rennens ihre Rundenzeiten kontrollieren.

Weitere Highlights sind die Startampel und die Lichtschranke, die alle Rundenzeiten bis auf die Tausendstelsekunde exakt misst. Über drei Monitore können die Piloten während ihrer Fahrt immer kontrollieren, wie schnell sie gerade unterwegs sind. Die Ergebnisse gibt’s nach dem Rennen ausgedruckt in die Hand. „Jede Spur hat ihren eigenen Trafo, die liefern ordentlich Saft“, sagt Bastian, der seine elektrisch betriebenen Rennwagen im Maßstab 1:24 mit individuellen „Strom-Portionen“ versorgen kann. Mehr Stromstärke bedeutet mehr Geschwindigkeit, aber auch größere Instabilität – hier ist Feingefühl gefragt.

50 km/h und 5,8 Sekunden

Spaß an der Bahn haben alle Generationen.

Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern sind auf der Bahn möglich, der Rundenrekord liegt bei 5,8 Sekunden. Interessierte Fahrer können ab sofort zu den neuen Trainingszeiten, jeden Freitag ab 16 Uhr, im Generationentreff in der alten Schule Knerling vorbeikommen und ihr Können testen. „Jeder darf hier fahren. Das kostet nichts und ein eigenes Rennauto muss man auch nicht mitbringen. Wir haben acht Autos zur freien Verfügung“, sagt Bastian. Und weiter: „Jugendliche, die so ein Auto bauen wollen, die unterstützen wir gerne. Nur die Materialkosten von 60 bis 70 Euro müsste derjenige selber tragen.“

Spaß in jedem Alter

Gruppen mit bis zu acht Personen können die Bahn für maximal vier Stunden gegen eine Gebühr von 50 Euro mieten. Dieses Angebot werde gut angenommen, vom „Betriebsausflug bis zum Kindergeburtstag“ seien schon Gäste zu Besuch gewesen, um gegeneinander anzutreten. Dass es solch ein Angebot überhaupt gibt, ist das Produkt harter, gemeinschaftlicher Arbeit. Den Stein ins Rollen brachte Rüdiger Bastian im Jahr 2011, als er eine Anfrage an die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Altena, Anette Wesemann, richtete. Ihr gelang es, aus einem Bundestopf 3000 Euro für das Projekt loszueisen.

Von 0 auf 100

Wartezeit Lange habe er auf eine Rückmeldung gewartet, dann ging alles ganz schnell: „Am 6. Dezember 2012 wurde ich überrascht: ‘Es kann losgehen’ wurde mir gesagt.“ Und Bastian legte los: Mit seinem Budget von 3000 Euro kaufte er die Materialien ein.

Spaß an der Bahn haben alle Generationen.

Zwischen Weihnachten und Neujahr 2012 begann er mit den Arbeiten in der Werkstatt eines befreundeten Schreiners, der ihm beim Ausschneiden der Schienen half.

Verlässliche Helfer

Bis zur Fertigstellung wurde Bastian von weiteren Sponsoren unterstützt: Gebrauchte, aber gut erhaltene Lampen vom Elektriker, Motorsport-Banner aus Stoff von einer Autowerkstatt, zurechtgeschnitten vom Raumausstatter – viele halfen mit. Dass er den Raum unterm Dach zuvor noch renovierte – eher Ansporn als Mehraufwand für den Bastler. Im Juni 2013 ging die Bahn in Betrieb und erfreut seither die Generationen. Die Möglichkeit zur Anmietung und alle weiteren Informationen zur Bahn gibt’s bei Rüdiger Bastian unter Tel. 0157/85 84 19 30 oder 02352/7 38 72

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