Viel Geld fließt vor allem für Bundesstraßen

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Die Bundesstraße 236 am Buchholz. Hier fährt man vergleichsweise komfortabel, es gibt kaum Schlaglöcher.

Altena - Der Unmut über den Zustand der Landstraße 698 ist nicht neu: Schon im Frühjahr 2013 hatte die CDU zu einer Protestaktion aufgerufen. Die Bürger sollten sich an den Landesbetrieb Straßen.NRW wenden, um „Druck zu machen“. Ob es ein unmittelbares Resultat war, dass nicht lange danach zumindest der Teilabschnitt zwischen dem Dahler Ortskern und dem Ortseingang von Neuenrade komplett saniert wurde?

Von Thomas Keim

Ein nach wie vor trauriges Bild bietet die Landstraße aber im übrigen Verlauf, also von Dahle aus talwärts Richtung Ihmerter Straße und weiter von der Einmündung bei Pleuger stadteinwärts bis zur Fritz-Berg-Brücke.

Ähnlich schlecht zeigt sich der Hemecker Weg (L694), wenn auch nur auf einem etwa 1,5 Kilometer Teilstück zwischen zwei gut befahrbaren Abschnitten. Deshalb hat sich mancher darüber gewundert, dass erneut an der B236 gearbeitet wird, aber die Landesstraßen leer ausgehen.

Bei Straßen.NRW ist man sich der Lage durchaus bewusst: „Es ist nicht so, dass wir nicht um den Zustand manch einer Landstraße wüssten“, sagt Straßen-NRW-Sprecher Michael Overmeyer.

Ein Blick auf die Haushaltsposten des Landesbetriebes macht aber recht schnell die grundlegende Schwierigkeit deutlich: In der Gesamtniederlassung – sie reicht etwa von Fröndenberg bis an die hessische Landesgrenze – stehen sehr unterschiedliche Finanzbudgets für die Sanierung der Straßengattungen zur Verfügung: Es gibt rund 480 Kilometer Kreisstraßen, 527 Kilometer Bundesstraßen und 1400 Kilometer Landstraßen.

Nun zu den Töpfen: Für Kreisstraßen stehen im laufenden Jahr rund 5 Millionen Euro zur Verfügung. Für Landstraßen stehen 12,5 Millionen Euro bereit und für Bundesstraßen 23 Millionen Euro.

Vergleicht man nun die Ansätze für Bundes- und Landesstraßen mit der Länge des jeweiligen Netzes, bringen es die Bundesstraßen nur auf etwa ein Drittel des Landesstraßennetzes – die Finanzmittel für die Unterhaltung sind aber aber fast doppelt so hoch. Ein weiteres Problem beschreibt Overmeyer so: „Diese Töpfe sind nicht untereinander tauschfähig.“

Auf der Bundesstraße sollen jetzt rund 1,2 Millionen verbaut werden.

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