Paten von Flüchtlingen enttäuscht

Im Prozess gegen Dirk D. und Marcel N. fand am Donnerstag, 2. Juni, der zweite Verhandlungstag statt.

Altena -  12 Zeugen vernahm das Hagener Schwurgericht am Donnerstag im Prozess gegen Dirk D. und Marcel N. – darunter auch die beiden Ehepaare, die damals den Brand zuerst bemerkten.

Eins davon kümmerte sich auch anschließend noch um die Familie B. und äußerte sich „sehr enttäuscht“ über den Vater und seine beiden erwachsenen Kinder – den Kontakt haben die Altenaer inzwischen abgebrochen. Diese Flüchtlinge hätten ein hohes Anspruchsdenken entwickelt, kritisierten sie. Und: „Wir haben dann auch festgestellt, dass sie ziemlich auf Geld aus gewesen sind“.

Nach der Tat habe die Familie ihnen gesagt, dass es nicht in ihrem Interesse sei, dass dafür jemand ins Gefängnis komme, schilderten die beiden weiter. Sie hätten auch nicht feststellen können, dass die Syrer unter Ängsten litten – „die waren eigentlich gut drauf“.

Inzwischen hat sich das Blatt gewendet: Die Familie B. tritt als Nebenkläger auf und erklärt inzwischen, dass alle Angehörigen wegen der Tat unter Angstzuständen litten und in Behandlung seien.

Weitere Zeugen waren gestern Mitarbeiter des Ordnungsamtes, Polizeibeamte und Michael Wefer, der am 3. Oktober 2015 den Feuerwehreinsatz leitete. „Nichts besonderes“ sei der Brand gewesen, sagte er und lobte Dirk Ds. Einsatz als Feuerwehrmann als „immer top“.

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