4,2 Mio. Euro wurden verbaut

Altena: Neuer Bahnhof eingeweiht

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Gemeinsame Freude über den kernsanierten Bahnhof zeigte Thomas Gemke, Martin Sigmund, Dr. Andreas Hollstein und Dorothee Wasel

Altena - Die Videoüberwachung des Bahnhofs funktioniert jetzt. Und es wird dort jeden zweiten Tag sauber gemacht – Bahn und Stadt wechseln sich dabei ab. Das sind die beiden wesentlichen Neuigkeiten im Zusammenhang mit dem Bahnhof, der am Mittwoch, 5. Oktober,  offiziell in Betrieb genommen wurde.

Martin Sigmund hat solche Termine im Monatstakt: 12 bis 15 Bahnhöfe pro Jahr würden in NRW saniert, berichtete der Regionalbereichsleiter Station und Service. Das sei „richtig viel Arbeit“, anfangs habe die Bahn ihre Kapazitäten überschätzt. Deshalb sei die Sanierung des Bahnhofs Altena mehrfach verschoben worden. Dann sei es aber zügig gegangen, lobte der Bürgermeister: „Wenn die Bahn einmal Fahrt aufgenommen hat, dann hält sie praktisch nichts mehr auf“.

Die Bahn nahm Fahrt auf

 4,2 Mio Euro haben die neue Unterführung und der Bau des barrierefreien Bahnsteigs gekostet. Zwei Drittel davon zahlen Bahn und Bund, ein Drittel übernimmt der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe, für den Landrat Thomas Gemke das Wort ergriff. Pünktlich müsse die Bahn sein und sauber, zudem noch zu fairen Preisen fahren – das seien die wesentlichen Voraussetzungen. Gemke attestierte dem Unternehmen, auf einem guten Weg zu sein. Belohnt werde es durch steigende Fahrgastzahlen. Der Landrat vergaß auch nicht den Hinweis darauf, dass die Bedeutung der Ruhr-Sieg-Strecke noch deutlich zunehmen werde, wenn dort ab 2019 der Intercity fahre und es ab Altena viermal täglich eine schnelle und durchgängige Verbindung nach Frankfurt gebe.

2400 Fahrgäste pro Tag

Dorothee Wasel, die für Altena zuständige Bahnhofsmanagerin, hatte Zahlen parat: 2400 Fahrgäste pro Tag werden am Bahnhof Altena gezählt. Er sei dreifach wichtig für die Stadt, ergänzte der Bürgermeister: Pendler nutzten ihn ebenso wie Touristen, auch für den Schülertransport spiele er eine Rolle. Als Regionalmanager trägt Sigmund die Verantwortung für 700 Bahnhöfe in ganz NRW. Der in Altena beschäftigte ihn sogar an seinem Geburtstag: Onkel und Tante leben in Altena, sie konnten sich auf ihrem Geburtstagsgruß den Hinweis nicht verkneifen, dass „Dein Bahnhof immer noch schrecklich aussieht“.

Nachbarn, Politiker, Vertreter der Stadt: Es gab gestern keinen, der nicht voll des Lobes war über den sanierten Bahnhof. Jetzt ist die Stadt am Zug. Sie will unter anderem für Park-and-Ride-Parkplätze sorgen

Nicht nur deshalb sei dann bei der Sanierung Gas gegeben worden, sagte Sigmund. Es sei offenkundig, „dass die Stadt sich große Mühe gibt“. Ihre Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung flankiere die Bahn gerne mit einem attraktiven Haltepunkt. Lobend erwähnte er auch das Provinzial-Büro als unmittelbaren Nachbarn, mit dem man allerbestens zusammengearbeitet habe.

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