Traditionsreicher Komplex aus Saalbau und Restaurant wird wieder schick

Altena: Lennestein vor dem Neustart

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Mehmet Karakus und Edgar Nowak (Hausmeister und „Bauleiter“) vor der Fassade. Auch sie wird saniert. Wichtig ist den neuen Eigentümern, dass der schöne Neon-Schriftzug erhalten bleibt. Er wird angestrahlt, wenn er nicht repariert werden kann.

Altena - Eine für die Stadt wichtige Immobilie hat vor vergleichsweise kurzer Zeit den Besitzer gewechselt. Das Haus Lennestein wurde im März dieses Jahres von Murat und Mehmet Karakus übernommen.

Die beiden Altenaer haben die Immobilie gekauft und möchten sie von Grund auf renovieren und neu möblieren. Möglichst ab Spätherbst, so hieß es schon beim Kauf, sollen wieder die ersten Veranstaltungen im Saal steigen. Tatsächlich ist für den 28. Oktober eine Oberstufenfete des BGA im Saal angesetzt, der bis dahin „kaum wiederzuerkennen“ sein werde, verspricht Mehmet Karakus. Seit 2014 betreiben die Altenaer Brüder den Lüdenscheider Festsaal Hohe Steinert. 

1907 als Saalbau errichtet

Zum Lennestein: Allein die 1573 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche des Grundstücks waren rund 200000 Euro wert, trotzdem wurde die Immobilie für 48000 Euro auf den Markt gebracht. Grund: Es geht um einen hohen Betrag, der in die Sanierung des Gebäudes investiert werden muss. Auftraggeberin an das Immobilienbüro Kraus war seinerzeit Dima Itani, die das Haus zuletzt Karl-Heinz Kiesewalter abgekauft hatte. 1907 wurde es von Basse & Selve als Saalbau errichtet. 

Mit der Erneuerung des Gebäudes haben die Karakus-Brüder im Juni begonnen. „Wir machen alles selbst“, sagt Murat Karakus dazu, „jeden Tag ein bisschen.“ Dabei nehme man Rücksicht auf die Nachbarn. Dazu zählt, dass abends nicht gearbeitet wird und auch sonntags nicht. Mittlerweile wurde das Dach abgedichtet, neue Heizkörper und Thermostate gekauft und die Toiletten komplett renoviert. „Die sind jetzt auf dem Stand von 2016“, sagt Murat Karakus. 

Spezielle Atmosphäre des Lennesteins

Die Brüder haben sich zweifellos viel vorgenommen. Der gesamte Lennestein-Bestand soll erneuert werden, einschließlich Heizung, Leitungen, Küche, Fassade und Außenanlagen. Das gehe natürlich nicht von heute auf morgen. Bis das Restaurant im Erdgeschoss wieder in Betrieb geht, werde es wohl Oktober 2017. Trotz der Gesamtrenovierung soll möglichst viel von der einst speziellen Atmosphäre des Lennesteins wieder hergestellt werden. „Wir wollen den Altenaern etwas Vernünftiges zurückgeben“, so Mehmet Karakus.

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