Bis zum Kinostart des in Altena gedreht Spielfilms dauert es noch eine Weile

"Auf Einmal": Uraufführung bei der Berlinale

Herbst 2014: An allen möglichen Stellen der Stadt tauchte das Team der Filmproduktion EEE auf. Es drehte den Spielfilm „Auf Einmal“, der im Februar uraufgeführt wird.

Altena - Auf einmal ist „Auf Einmal“ fertig: Produzent Fabian Massah teilte am Freitag mit, dass der im Jahr 2014 in Altena gedrehte Spielfilm im Februar auf der Berlinale uraufgeführt wird. Der genaue Sendetermin und -ort wird Anfang Februar bekannt gegeben.

Die jährlich stattfindenden internationalen Filmfestspiele Berlin gehören zu den weltweit bedeutendsten Ereignisse der Filmbranche und gliedern sich in verschiedene Wettbewerbe auf. Der renommierte Filmpreis Goldener Bär wird für den besten Beitrag im Hauptwettbewerb vergeben. Bis dahin hat es „Auf Einmal“ allerdings nicht geschafft: Neben dem Hauptprogramm, in dem in diesem Jahr fünf Filme platziert sind, gibt es acht weitere Sektionen, in denen insgesamt rund 400 Filme gezeigt werden. „Auf Einmal“ läuft im Hauptprogramm der Reihe Panorama, die besonders Autorenfilme und Arthouse-Kino in den Fokus nimmt.

„Auf Einmal“ ist der erste deutschsprachige Film der Regisseurin Asli Özge. Er schildert, wie eine falsche Entscheidung die Existenz eines jungen Mannes auf den Prüfstand stellt. Diese Figur wird von Sebastian Hülk verkörpert, die weibliche Hauptrolle spielt Julia Jentsch.

Als Drehort wünschte sich die Regisseurin eine Stadt mit Fluss und Bergen – um so etwas kümmern sich beim Film „Locationscouts“. Der von der Produktionsfirma EEE Beauftragte stieß auf Altena, Ende 2013 fiel die Entscheidung: „Es hat uns sehr gut gefallen“, berichtet damals Produzent Fabian Massah. Man habe einen Drehort gesucht, der zwar in der Natur liege, „aber eben auch Stadtgefühl vermittelt“, gab der Berliner Einblicke in die Hintergründe der Entscheidung.

Anschließend wurde Altenaer Lokalkolorit ins Drehbuch eingebaut. Unter anderem stellten die Filmemacher die Eröffnung des Burgaufzugs nach. Dutzende Altenaer waren als Komparsen an den Dreharbeiten beteiligt.

Knapp 40 Drehtage waren nötig, bis etwas über 100 Szenen „im Kasten“ waren. Die große Mehrzahl davon spielt in Altena. Gedreht wurde in der Innenstadt, in einer Wohnung im Eisen- und Stahl-Gebäude und auch im Bürgermeisterbüro, wofür die Stadt eine bescheidene Miete nahm. Generöser zeigte sich die Sparkasse, die ihre Hauptstelle zum Nulltarif zur Verfügung stellte.

Bei soviel Altena-Bezug ist vor Ort das Interesse an dem Film natürlich riesengroß. Allerdings wird kaum jemand zur Berlinale fahren – wann und wo der Film auf dem Festival gezeigt wird, wird erst Anfang Februar bekannt gegeben und auf www.facebook.com/aufeinmalfilm veröffentlicht.

Wann der offizielle Kinostart sein wird, ist nach wie vor offen: „Wegen eines Termins hierzu sind wir mit unserem Verleih im Gespräch und so wie es momentan aussieht, wird es wohl frühestens im Herbst so weit sein“, berichtet Massah.

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