Altena arbeitet mit der Werkswehr VDM und Nachrodt-Wiblingwerde zusammen

Pilotidee: Die Feuerwehr der Zukunft

Mitglieder der Jugendfeuerwehr beim Üben.

Altena - Die Freiwillige Feuerwehr hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Unabhängig vom vielbeschworenen demografischen Wandel führen auch die äußeren Rahmenbedingungen mit einem ausdifferenzierten Regelwerk und immer detaillierteren Vorgaben dazu, dass der Dienst nicht mehr als reine Freizeitbeschäftigung verstanden werden kann.

Altena, die Nachbargemeinde Nachrodt-Wiblingwerde und die Werksfeuerwehr VDM Metals arbeiten deshalb an einem Pilotprojekt mit, das insbesondere den Nachwuchs, also die Jugendfeuerwehr, in den Blick nimmt. Wer von seinem zehnten bis 18. Lebensjahr bereits dort mitgemacht hat, soll künftig durch eine neu strukturierte Modulausbildung in die Lage versetzt werden, „sofort den Melder zu erhalten und aktiv in die Freiwillige Feuerwehr einzutreten, um konkrete Aufgaben zu übernehmen“, sagt Stadtbrandinspektor Alexander Grass. Es sei insbesondere eine Sache der Motivation, die jungen Leute „beim Überstellen in die Wehr sofort in die Arbeit einzubinden, sie etwas machen zu lassen.“ Deshalb gibt es jetzt in Zusammenarbeit mit dem Kreis und dem Land das Projekt „Feuerwehrehrensache“ mit dem Schwerpunkt Ausbildung.

Zielführend

Die Wehrspitze aus Altena: Alexander Grass (Wehrleiter, r.) und sein Vize Stefan Brockhaus.

Die müsse zielführend sein, setze bewusst bei der Jugendfeuerwehr an. Dazu gibt es bereits erste Module der Grundlagenausbildung, bereits erworbene Kenntnisse aus dem zivilen Alltag werden ebenso anerkannt wie Kenntnisse als Jugendfeuerwehrmann/frau. Altena und seine Partner seien froh, an diesem Pilotprojekt teilzunehmen, sagt Grass, der nur lobende Worte für diese Grundidee hat. Es schreibe sich fort, werde praxisnah erprobt, Es müsse Schluss sein mit der für junge Leute oft schwierigen Erfahrung, sich erst ihren Platz im neuen Team suchen zu müssen und dabei oft wie Anfänger behandelt zu werden. In Altena, Nachrodt-Wiblingwerde und bei VDM gebe es aber erfahrene Kollegen, die ihnen die neuen Systeme erklärten und jede Hilfe anböten, die nötig sei. Optional steht deshalb auch im Raum, jedem Mitglied der Jugendfeuerwehr ab 16 Jahren eine Truppmannausbildung anzubieten. Zudem sollen jungen Leuten stets feste Mentoren als Ansprechpartner zur Verfügung gestellt werden. Grass sagt abschließend: „Die Freiwillige Feuerwehr muss in ihren Einsätzen stets flexibel sein. Diese Flexibilität soll nun auch auf die Organisation der Freiwilligen Feuerwehr übertragen werden. Dann bleiben wir zukunftsfähig und attraktiv für neue Mitglieder und können auch neue Zielgruppen begeistern.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare