Prävention für Sekundärschüler mit der "Alkohölle"  

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Das Theaterstück "Alkohölle" warnt vor dem unreflektierten, übermäßigen Genuss von Alkohol.

Altena - Dass Alkoholkonsum keine Probleme löst, sondern schnell selbst zum großen Problem werden kann, erlebten 81 Achtklässler der Sekundarschule. Die Wittener Gruppe „theaterspiel“ war zu Gast und führte das Stück „Alkohölle“ in der Turnhalle der Schule auf.

Das Besondere an dem Theaterstück sei, dass es mit Selbsthilfegruppen und ehemaligen Alkoholikern entstanden ist. So war auch einer der Schauspieler, Peter Peiseler, selbst früher alkoholabhängig.

Umso authentischer wirkte das Stück auf die Sekundarschüler, die gespannt der Story um einen teuflischen Verführer verfolgten, der die Hauptfigur Maxi (Beate Albrecht) mit dem neuen Alko-Pop „The devil’s first kiss“ mehr und mehr dem Alkohol gefügig macht.

Letztendlich wird Maxi dadurch gerettet, dass sie erfährt, dass ihr Vater kein Held, sondern selbst Alkoholiker war, der bei einem selbstverschuldeten Unfall ums Leben kommt.´

"Alkohölle" - Schultheater in der Sekundarschule

Anschließend an das Theaterstück gab es in der Turnhalle eine halbstündige Diskussionsrunde, in der die Mädchen und Jungen den Schauspielern Fragen stellen konnten. Hierbei wurde unter anderem das Thema Gruppenzwang sowie die öffentliche Darstellung in Werbung, die oft auch auf Jugendliche zugeschnitten ist, diskutiert.

Bewusster Umgang beim Konsum

Besonders wichtig sei, dass die Jugendlichen einen bewussten Umgang mit Alkohol erlernen würden, und ihren Konsum selbst reflektieren sollten. „Kennt eure Grenzen“, hieß der Rat zum Thema Alkoholkonsum.

Das Thema Sucht- und Gewaltprävention genießt an der Sekundarschule in der Nette einen sehr hohen Stellenwert: „Zu unserem Schulkonzept gehören auch jährliche Veranstaltungen, die sich mit diesen Themen beschäftigen.

So gibt es in der sechsten Klasse Aktionstage, die das Thema ‘Anti-Mobbing’ haben und in der siebten Stufe absolvieren die Schüler einen sogenannten Alkoholparcours“, erklärte die stellvertretende Rektorin, Gudrun Reinecke-Bartelt. Der Auftritt der Wittener Theatergruppe wurde durch eine finanzielle Förderung des städtischen Jugendamtes sowie der Jugend- und Familienförderung Altenas möglich gemacht.

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