Zuhause ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf

Besuch hatten gestern Uwe Krischer und Marlies Becker von der Abteilung Soziales, Jugend und Familie der Stadtverwaltung. Zu Gast waren die beiden katholischen Kindergärten St. Matthäus und St. Katharina. -  Foto: Keim

Altena - Zwei bunt bemalte Häuser aus Pappe haben Mädchen und Jungen der Kindertagesstätten St. Matthäus und St. Katharina am Dienstag (20.9.) ins Rathaus gebracht und an die Abteilung von Bereichsleiter Uwe Krischer übergeben.

Die Kindertagesstätten machen mit der Aktion auf den Weltkindertag am 20. September aufmerksam – und auf das große Familienfest, das am Samstag im Zusammenhang mit dem Weltkindertag an der Burg Holtzbrinck gefeiert wird.

Das Motto des diesjährigen Weltkindertages lautet „Kindern ein Zuhause geben“. Deutsches Kinderhilfswerk und Unicef Deutschland rufen unter diesem Motto dazu auf, die Interessen, Rechte und Bedürfnisse von Kin–dern in das Zentrum von Politik und Gesellschaft zu stellen. Was für Kinder ein gutes Zuhause bedeutet, haben die Mädchen und Jungen gestern bei ihrem Besuch bei Uwe Krischer und Marlies Becker auch formuliert. Kindergartenleiterin Martina Hochstein fragte nach den Ideen der Junioren. Dabei kam schnell heraus, dass es nicht nur um Materielles wie ein Dach über dem Kopf geht. Aber auch. „Es gibt Kinder, die müssen in einem Pappkarton wohnen“, sagte ein Mädchen. Zum Dach über dem Kopf gehöre aber mehr. „Mama und Papa“ ergänzte ein Junge. „Ja, alle Kinder sollen jemanden zuhause haben, der sie lieb hat“, stimmte Martina Hochstein zu.

Die Aktion in Altena war kein Einzelfall. Unter dem Motto „Jedes Kind braucht ein Zuhause“ feierten viele tausend Kinder aus den Einrichtungen des KiTa-Zweckverbands im gesamten Ruhrbistum den diesjährigen Weltkindertag, in dem die 270 Kindertageseinrichtungen durch öffentlichkeitswirksame Aktionen in den einzelnen Städten auf die Rechte von Kindern aufmerksam machten. Unterstützt wurden sie bei diesen Aktionen durch das Aktionsmaterial des KiTa-Zweckverbands, das durch Postkarten und Plakate das Kinderrecht auf Annahme und Zugehörigkeit und Teilhabe in den Fokus rückt.

Die beiden bunten Papphäuser als Symbol der Weltkindertagsaktion sollen nun zunächst eine Weile im Rathaus bleiben, auf zwei Fluren, wo die Kinder- und Familienarbeit geleistet wird. Dazu werden sie noch mit Stiften und Malpapier ausgestattet und können dann Kindern, die mit ihren Eltern das Rathaus besuchen, die Wartezeit verkürzen helfen.

Das interkulturelle Familienfest findet am Samstag, 24. September, statt. Von 12 bis 17 Uhr haben die Veranstalter vom Familienzentrum Altena, ein buntes Programm für die Besucher vorbereitet. Das „Affentheater“ aus Solingen, bekannt von den Ferienspaß-Veranstaltungen auf dem Nettenscheid, kommt mit einem Stelzenläufer. Es gibt einen Trommelworkshop, Hüpfburgen und insgesamt ein abwechslungsreiches Angebot. Für kleine Naschkatzen gibt es einen Zuckerwatte- und auch einen Waffelstand. Bereits zum dritten Mal findet das Fest statt – immer im Abstand von zwei Jahren. Die Mitarbeiter der verschiedenen Kindergärten, in der Stadt gibt es insgesamt neun Einrichtungen, haben in einem Arbeitskreis das Programm ausgearbeitet. Um die verschiedenen Attraktionen zu ermöglichen, hilft die Stadt: Sie trägt die Kosten der Veranstaltung. Lediglich Essen und Trinken müssen von den Eltern der Kinder gestellt werden. So kommen Spezialitäten aus verschiedenen Kulturen zusammen.

Eine Besonderheit ist ein Lied, das die Mädchen und Jungen aus allen Kindergärten um 15 Uhr gemeinsam singen wollen: Sie haben den Kanon „Bruder Jakob“ in sechs verschiedenen Sprachen eingeübt. Beim Familienfest der Kindergärten an der Burg Holtzbrink wird es also eine hörenswerte Premiere geben.

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