Altenas Jugendherberge boomt - Gästezahl steigt

Die Jugendherberge auf Burg Altena ist weiterhin sehr beliebt. Die Belegungszahlen klettern weiter nach oben. Foto: DJH

Altena - Die Jugendherberge Burg Altena hat nichts von ihrer Attraktivität verloren. Allein im Jahresvergleich 2013 zu 2014 nahm die Zahl der Übernachtungen hier um rund 4,5 Prozent (plus 152 Personen) auf damit 3551 Gäste zu.

Das ist durchaus bemerkenswert, denn der Landesverband Westfalen-Lippe im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH WL), beklagt landesweit einen Rückgang der Buchungszahlen um 0,4 Prozent.

Zwar ist dieses Minus alles in allem bei zahlenden 286 435 Gesamt-Jugendherbergs-Besuchern gegenüber dem Vorjahr nicht allzu hoch, doch gilt es dennoch gegenzusteuern. Die Burg Altena, die offiziell älteste Jugendherberge der Welt, ist und bleibt aber gut aufgestellt. Insbesondere Grundschulklassen besuchen die Burgstadt gerne. Ihre durchschnittliche Verweildauer liegt bei drei bis vier Tagen. Die Statistik sagt auch, woher die Mädchen und Jungen bevorzugt anreisen. „Sehr viele Schulklassen kommen aus dem Münsterland. Wir haben aus diesem Raum zahlreiche Stammgäste, wie zum Beispiel die Paul-Gerhard-Schule aus Emsdetten“, sagte auf Anfrage Simon Draht aus der Abteilung Marketing des Jugendherbergswerkes.

Das Thema Mittelalter, die Übernachtung auf einer echten Burganlage, seien besonders als Klassenfahrten reizvoll und ein Erlebnis für Schülergruppen. Den Pädagogen gefielen zudem die „Angebote der speziell auf Grundschüler zugeschnittenen museumspädagogischen Programme einschließlich des Drahtmuseums.“ Alles sei sehr eng verzahnt und sogar am Lehrplan orientiert. „In der Grundschule gibt es bekanntlich viele Unterrichtseinheiten in Sachen Mittelalter“, so der Marketingfachmann. Die Kinder, so stellten die Mitarbeiter des DJH weiter fest, freuten sich im speziellen auf typische Altenaer Angebote wie den Erwerb des Ritterdiploms. Das bleibe oft lange in Erinnerung und gelte als absoluter Höhepunkt eines Ausfluges ins Lennetal.

Wolfgang Büttner, Geschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerkes, hat beobachtet, dass auch in Altena die Zahl der Übernachtungen von Familien weiter zunimmt. Offensichtlich wisse diese Zielgruppe das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis und die ungezwungene Atmosphäre zu schätzen. Familien würden mehr und mehr zu einer wichtigen Gästegruppe. „Sie fängt den demografisch bedingten Rückgang bei den Schülerinnen und Schülern auf“, sagte er.

Vom 29. Juni bis zum 12. August bleibt die Jugendherberge vor Ort geschlossen. Dann werden Sanierungsmaßnahmen an der Fassadenwand und im Fachwerk durchgeführt. Der Kreis rechnet mit Kosten von 80 000 Euro.

von Johannes Bonnekoh

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare