Schützen gerüstet: Der Adler ist bereits fertig!

Hauptmann Klaus Hesse (5. v. l.) mit dem geschäftsführenden Vorstand der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft nahm den von Tischlermeister Jochen Harte gebauten Adler in Empfang. Foto: Schröder

Altena - Als die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstand der Altenaer Friedrich Wilhelms Gesellschaft am Freitagnachmittag, 8. Mai, „ihren“ neuen Adler in der Tischlerei von Vogelbauer Jochen Harte erstmals begutachten konnten, wurden erst einmal die Smartphones gezückt: „Ich gucke schon einmal, wo ich hinschießen werde“, so die Taktik eines Schützenbruders.

Mit 135 Zentimetern Spannweite und 24 Kilogramm Gewicht ist er einer „der größten Schützenvögel Deutschlands“, wie ein stolzer Hauptmann Klaus Hesse zu berichten weiß.

Am 22. Mai wird der Vogel von der Kompanie Rahmede um 18 Uhr in die Innenstadt geführt, dort wird er für eine Woche im Schaufenster der Buchhandlung Katerlöh ausgestellt.

Das hölzerne Federvieh ist übrigens der einzige Adler der gesamten Bundesrepublik: „Der Adler war damals das Wappen Preußens. Da durfte man natürlich nicht drauf schießen, daher wird auf den anderen Schützenfesten im Grunde genommen auf einen Papagei geschossen“, erklärt Klaus Hesse.

Aufgrund eines Besuches des Königs von Preussen im 18. Jahrhundert, erhielt Altena die Genehmigung zur Nutzung des Adlers als Schießobjekt.

Nachdem er im Katerlöh-Schaufenster begutachtet werden kann, wird er am 5. Juni unter musikalischer Begleitung von der Kompanie Freiheit um 6 Uhr zum Kugelfang gebracht.

Gegen 8 Uhr soll der erste Schuss abgegeben werden: „Bis zu 2000 Schüsse verträgt er bestimmt. Wie viele es im Endeffekt werden, wissen wir, wenn der Königsschuss abgefeuert wurde“, so Vogelbauer Jochen Harte über seinen 13. selbstgebauten Schützenvogel.

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