Zum ersten Plié mit Kim-Lea Latt

Diese Fußstellung bedarf einiger Jahre Übung. Kim-Lea Latt erlernte die Standards der Royal Academy of Dance, dem international tätigen Verband aus London.

Altena - „Anna“ wird nahezu jedes Jahr im Fernsehen wiederholt, doch so flink und grazil wie die Ballerina im Film wird man erst nach Jahren der Übung. Kim-Lea Latt hat über 20 Jahre nach die Standards der Royal Dance Academy gelernt. Mit ihr kommt auch der Unterricht wieder nach Altena.

Tanzlehrer Olaf Diembeck erinnert sich: „Zuletzt gab es Ballett im Fitnessstudio „Draht-ich“ in der Rahmede. Das ist schon ein Weilchen her. Aber jetzt boomt der Kindertanz in Altena und Ballett ist eine schöne Sache, die wieder etabliert werden sollte“, findet er. Deshalb nahm er Kontakt zu Kim-Lea Latts Mutter auf, um sie anzuwerben. Die Lehrbefähigung für die Londoner Richtlinien hat die junge Altenaerin, die Mathe und VWL studiert. „Wir machen das jetzt!“

Kim-Lea Latt wird ganz einfach anfangen an der mobilen Ballettstange, die Olaf Diembeck besorgt hat. „Am Anfang steht das Plié. Ohne diese Grundhaltung geht gar nichts.“ Die Füße der Profis haben keinen Winkel mehr, wenn ihre Fersen gegenüber stehen, auch nicht bei durchgestreckten Knien. „Geübt wird das aber erst in der Hocke“, erklärt die Kursleiterin. Davor gibt’s natürlich viele spielerische Lockerungsübungen, die auch in erste Choreografien übergehen. Wie bei den bereits etablierten Kindertanzübungen auch, werden Eltern-Guck-Stunden eingeführt, bei denen die Jungen und Mädchen („es wird bestimmt mehr Mädchen interessieren“), ihren Mamas, Papas, Großeltern und Geschwistern zeigen können, was sie schon gelernt haben.

„Es wird kein Kurs sein, bei dem die jungen Knochen, Gelenke und Sehnen strapaziert werden“, erklärt Latt. Das hat sie sich selbst auch nicht angetan, als sie im Alter von fünf Jahren in der Lüdenscheider Ballettschule Pütermann mit dem Unterricht begann. Jene Figur, bei der die Ballerinas auf den Spitzen der Fußspitzen stehen und Pirouetten machen, gilt als ungesund und sollte nur von Natur aus schmal gebauten und überaus gelenkigen Menschen ausgeübt werden.

„Hier in Altena reichen erstmal Turnschläppchen, Hemdchen und bequeme Leggins“, erklärt Kim-Lea Latt. Mädchen, die vom Tutu träumen, dürfen sich natürlich eins anziehen. Interessenten - es kann ab fünf Jahren losgehen - können sich bei Olaf Diembeck melden, die Kurstage werden den Vorlieben der Teilnehmer angepasst. Und wer weiß? Vielleicht gibt’s eines Tages auch den Nussknacker in Altena zu sehen. „Auch mit Erwachsenen, die bilden wir auch gerne aus!“ erklären Kim-Lea und Olaf lachend.

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