Fahrbahnsanierung zwischen Buchholz und Stortel

B 236: Wochenlange Vollsperrung ab 20. Mai

An dieser Stelle soll einen Wand aus 500 Gabionen die alte Trockenmauer stabilisieren. -  Foto: Bender

Altena - Auf der B 236 in Fahrtrichtung Werdohl wird es ab Mai zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen. Es stehen Bauarbeiten an, die zeitweilig eine Vollsperrung der Straße erforderlich machen. Das bestätigte gestern Michael Overmeyer, der Pressesprecher von Straßen.NRW.

Von Thomas Bender

Die Arbeiten sollen am 20. Mai beginnen und etwa fünf Monate dauern. Die Vollsperrung ist für die ersten zweieinhalb Monate – also bis zum Ende der Sommerferien – geplant.

Nach Auffassung des Landesbetriebes ist die Bundesstraße etwa zwischen der Einmündung des Buchholz und dem alten Wasserwerk auf knapp 1,5 Kilometern in einem so schlechten Zustand, dass eine Totalsanierung erforderlich ist. Außerdem sollen in Teilbereichen die Bankette – also der Bereich neben der Fahrbahn – mit einer Asphaltschicht versehen und so zur Parkfläche umfunktioniert werden. Sie werden oft von LKW-Fahrern genutzt, die dort ihre Ruhezeiten machen.

Im Zuge der Arbeiten soll auch ein schon seit Jahren bestehender Missstand beseitigt werden: In Höhe des Hauses Werdohler Straße 105 ist eine alte Trockenmauer in so schlechtem Zustand, dass die Straße durch eine kleine Schutzwand vor herabfallenden Steinen geschützt werden muss. An dieser Stelle soll nun eine Sicherung durch 500 Gabionen (das sind mit Steinen gefüllte Drahtkörbe) errichtet werden.

In diesem Bereich und auch in Höhe des alten Wasserwerkes ist die Bundesstraße so breit, dass bei einspurig laufendem Verkehr gearbeitet werden kann – dort sollen Ampeln den Verkehr regeln. Komplizierter ist das dazwischen liegende, als zweiter Bauabschnitt bezeichnete Teilstück. Es ist so schmal, dass neue Auflagen zum Arbeitsschutz auf Straßenbaustellen nur dann eingehalten werden können, wenn komplett gesperrt wird. Vorgeschrieben ist nämlich neuerdings, dass bei Arbeiten an außerörtlichen Straßen zwischen Baumaschinen und den Absperrbaken ein 80 Zentimeter breiter Schutzraum für die Bauarbeiter zur Verfügung stehen muss. Deckenerneuerungen im laufenden Verkehr sind damit nur noch dann möglich, wenn wenigstens 8,70 Meter Platz zu Verfügung stehen.

Nach den Sommerferien geht es dann zeitgleich mit dem ersten und dem dritten Bauabschnitt weiter, so dass dann zwischen Altena und Werdohl mit Behinderungen durch zwei Baustellenampeln zu rechnen ist.

Straßen NRW will den Verkehr nach Werdohl während der Vollsperrung großräumig umleiten: Vorgesehen ist die Strecke durch die Rahmede nach Lüdenscheid und dann durchs Versetal, was einem Umweg von etwa 15 Kilometern entspricht. Anzunehmen ist, das ortskundige Autofahrer auf andere Routen ausweichen und zum Beispiel über den Hemecker Weg oder über den Kohlberg fahren.

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