Das Jahr 2015 war ein Rekord-Jahr für die Hebammenpraxis

Babyboom in Altena: 2015 gab es 162 Neugeborene

Kirsten ten Kate: Allein im vergangenen Jahr half ihr Team 162 Babies aus der Region auf die Welt.  Foto: Bonnekoh

Altena -  Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Kirsten ten Kate als Hebamme. Vor 12 Jahren machte sie sich mit der Hebammenpraxis Altena an der Kirchstraße 14 bis 16 selbständig und hat manche auf- und absteigende Kurve der Geburten in dieser Zeit erlebt.

„Doch das vergangene Jahr war ein tolles Jahr“, resümiert die Fachfrau. „Unser Team hat genau 162 Babies auf die Welt geholfen. Das ist nicht nur Rekord, das ist einsamer Rekord“, stellt Kirsten ten Kate fest.

Am Warum rätselt sie genauso, wie ihre drei Hebammen-Kolleginnen. Der Baby-Boom, der sich auch schon in den Vorjahren sanft abzeichnete, führt jetzt dazu, dass ten Kate personell aufrüstet. „Wir haben zwei neue Hebammen-Arbeitsplätze geschaffen. Die Kolleginnen stoßen jetzt im Frühjahr neu zum Team.“

Wie viele der Jungen und Mädchen, die 2015 das Licht der Welt erblickten, lupenreine Altenaer sind, kann ten Kate indessen nicht sagen. „Wir betreuen Familien in Altena, Iserlohn, Lüdenscheid, Plettenberg, Menden und Werdohl. Und eine entsprechende Statistik führen wir nicht.“ Allerdings kann sie sehr genau sagen, wann die „kleinen Schreihälse“ auf die Welt kamen. Januar: 11; Februar 11; März: 16; April: 14; Mai: 17; Juni: 12; Juli: 19; August: 12; September: 16; Oktober: 12, November: 11 und im Dezember 2015 freute sich das Team mit den Eltern über 11 neue Erdenbürger. Unter den 162 Babies des vergangenen Jahres waren auch zwei Zwillingspärchen.

Kirsten ten Kate ist es wichtig, die jungen Eltern „ab einem positiven Schwangerschaftstest“ zu begleiten. Zu ihrem Leitbild gehöre, die Vorsorge, Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden, Akupunktur, Homöopathie und natürlich die Geburtshilfe im eigentlich Sinne. Allerdings kommen die Hebammen aus Altena erst nach der Geburt – auf Wunsch der Eltern – in deren eigene vier Wände.

Es werde immer wichtiger, Ansprechpartner der Frauen zu sein bei Themen wie Rückbildungsgymnastik und dem Beckenbodentraining, der Babymassage oder dem Pekip-Angebot. Das steht für das Prager-Eltern-Kind-Programm als ein Konzept für die Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern im ersten Lebensjahr, das im Rahmen einer Krabbelgruppe den Prozess des Zueinanderfindens unterstützen soll und auf eine Frühförderung der Babies sowie einen Erfahrungsaustausch der Eltern abzielt. Ein spezielles Angebot dazu ist bekanntlich auch das so genannte Milch-Café, das ten Kate anbietet, auch wenn es zurzeit ruht. Hebammen seien heute wichtiger denn je, argumentiert ten Kate und legt noch einmal ein leidenschaftliches Plädoyer für ihren Beruf ab: „Er ist einfach toll und vermittelt täglich so viel Freude!“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare