Kalk ziert getrocknet den Zahnputzbecher, lagert sich in Kannen ab und bringt die Kaffeemaschine zum Erliegen. Alles andere als schön sind die Flecken und Folgen von Kalkablagerungen.

Das Umweltbundesamt rät davon ab, Geräte zur Entfernung von Schadstoffen einzubauen.
Doch ob Enthärtungsanlagen gut sind, daran scheiden sich die Geistern. Jeder kennt das: Wischt man die Wasserspritzer am Waschbecken nicht weg, trocknen sie zu weißen Flecken. Im Wasserkocher lagern sich so nach und nach weiße Schichten ab, im Teewasser schwimmen dann feste Partikel aus Kalk. Das schmeckt nicht. Schlimmer ist aber noch, dass die Ablagerungen die Rohre und Heizstäbe beschädigen. Woher kommt das? Die deutschen Wasserversorger liefern Trinkwasser in den drei Härtegraden weich, mittel oder hart. „Die unterschiedlichen Wasserhärten entstehen, wenn Regenwasser im Boden versickert und zu Grundwasser wird“, erklärt Ingrid Chorus vom Umweltbundesamt in Dessau.
„Auch das Umweltbundesamt hält den Einbau von Geräten zur Enthärtung und zur Entfernung von Schadstoffen aus dem Trinkwasser im Haushalt nicht für sinnvoll“, sagt Chorus. Der Grund: Alle zusätzlichen Einbauten in die häusliche Trinkwasser-Installation müsse man fachkundig warten lassen – sonst leide nicht nur das Gerät, sondern auch die Qualität des Trinkwassers. Denn das Gerät könne etwa verkeimen oder Schadstoffe lösen sich aus dem Gerät und geben diese an das Trinkwasser ab. Wer dennoch seinen Tee ohne Kalkgeschmack genießen will, sollte einen kleinen Tischfilter benutzen, rät die Stiftung Warentest. Und Chorus empfiehlt, Flecken auf Fliesen und Armaturen sowie Ablagerungen lieber effektiv zu entfernen. Hausmittel wie Zitronensäure oder Essig helfen hier. „Durch hartes Wasser verkalkt man nicht“, räumt Chorus mit einem Vorurteil auf. Kalzium und Magnesium seien vielmehr wichtige Bestandteile der Ernährung. Wer allerdings über Trinkwasser den täglichen Bedarf an Kalzium und Magnesium decken wolle, müsste einen Eimer Wasser trinken. Etwa 100 Gramm Emmentaler hätten aber den gleichen Effekt.



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