Angehörige sehen Unfallfotos im sozialen Netzwerk

Zwei Balver kommen bei Unfall auf A 46 ums Leben 

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[Update, 14 Uhr] Iserlohn - Zwei junge Balver sind in der Nacht zum Sonntag bei einem Alleinunfall auf der Autobahn 46 bei Iserlohn ums Leben gekommen. Die Autobahn war stundenlang in Fahrtrichtung Hemer gesperrt.

Aus noch ungeklärter Ursache verlor am Sonntag um 0.16 Uhr ein 22-jähriger Balver auf der A 46 bei Iserlohn die Kontrolle über seinen Audi und kam nach rechts von der Fahrbahn ab.

Nach ersten Ermittlungen fuhr der 22-Jährige zur Unfallzeit auf dem rechten Fahrstreifen. Über die genaue Höhe der gefahrenen Geschwindigkeit lagen am Sonntagnachmittag nach Information der Polizei noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. 

Da sich die Unfallstelle jedoch in einer leichten Linkskurve befindet, sei der Audi möglicherweise auf Grund der Geschwindigkeit auf der feuchten Fahrbahndecke nach rechts in den Grünstreifen getragen worden. Dort überfuhr der Wagen die abgesenkte Schutzplanke. Die katapultierte den Wagen in den Böschungsbereich. Hier prallte der Audi gegen mehrere Bäume und überschlug sich mehrfach. 

Durch die ungeheure Wucht wurde der Audi komplett zerstört. Fahrzeugteile flogen auf die Fahrbahn und in den Böschungsbereich. Der Motorblock wurde aus dem Fahrzeug gerissen, der Fahrer aus dem Fahrzeug geschleudert.

Das Fahrzeugwrack kam auf dem rechten Fahrstreifen, auf dem Dach liegend zum Stillstand. Der Beifahrer, der 17-jähriger Bruder des Fahrers, blieb in dem Wrack. Beide Männer starben noch am Unfallort. 

Auf einer Strecke von mehreren hundert Metern waren nach Angaben der Feuerwehr Fahrzeugteile verstreut. 30 Personen, die das Unfallgeschehen unmittelbar gesehen haben, mussten vom Rettungsdienst betreut werden. Die Autobahn war für mehrere Stunden gesperrt.

Eine Schwangere mit plötzlich auftretenden Unterleibsschmerzen die sich in dem Stau hinter dem Unfall befand, musste vom Rettungsdienst ins Krankenhaus transportiert werden. 

Tragischer Weise wurden kurz nach dem Unfall, aus bisher unbekannter Quelle, Bilder des Unfalls in sozialen Netzwerken gepostet. Angehörige hatten sie gesehen und waren noch während der Unfallmaßnahmen völlig aufgelöst am Unfallort auf der A 46 erschienen. 

Die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr hatten Mühe, die stark geschockten Menschen zu beruhigen. Ein Notfallseelsorger wurde umgehend hinzugezogen. Die Angehörigen mussten noch vor Ort notärztlich behandelt werden.

Die Ermittlungen hinsichtlich der Unfallursache dauern zurzeit noch an. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 100.000 Euro. - ots/she

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