Schädelbruch bei Rockerfehde - Polizei ermittelt

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ISERLOHN - Nach dem Gewaltausbruch zwischen Rockern im Sauerland laufen die Ermittlungen zum Hintergrund der Rivalitäten. Die Wuppertaler Gruppe sei erstmals in Iserlohn gesichtet worden, berichtete die Polizei am Dienstag.

Am Samstagabend waren in Iserlohn Rocker mit Messern und Baseballschlägern aufeinander losgegangen. Dabei erlitt ein 35-Jähriger, der der Wuppertaler "Ghost Gang" angehören soll, einen Schädelbruch.

In Iserlohn hatten die "Mongols" im April eine Regionalgruppe gegründet, die inzwischen bereits wieder aufgelöst sein soll. Mehrere der Rocker sollen sich danach in der lokalen Gruppe "Iron Army" gesammelt haben, die sich am Samstag mit den Wuppertalern den heftigen Kampf lieferte. Die Polizei hatte sieben Männer zwischen 32 und 61 Jahren vorläufig festgenommen. Sie ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs.

Experten hatten bereits im Juli Hinweise für eine "Ost-Expansion" der Rockergruppen gesehen. Da die Gebiete im Rheinland und im Ruhrgebiet zwischen Hells Angels und Bandidos abgesteckt sind, versuchten die Rocker zunehmend, sich im Osten Nordrhein-Westfalens neue Einflussgebiete zu schaffen. Unweit von Iserlohn waren unlängst in Hagen die "Black Jackets" im Zusammenhang mit einer Gewalttat aufgefallen. - dpa

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