Bundesverkehrswegeplan würdigt Sauerlandlinie

Grünes Licht für Ausbau der A45 - auch A46 hat "vordringlichen Bedarf"

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Der Bundesverkehrswegeplan sieht einen Ausbau der A 45 auf sechs Spuren vor. Bürgermeister Dieter Dzewas freute sich darüber: „Das ist für unsere wirtschaftlich starke Region von größter Bedeutung“.

Märkischer Kreis - Der durchgängige Ausbau der A 45 auf sechs Spuren und die Sanierung aller 38 Talbrücken sind im Bundesverkehrswegeplan ausgewiesen. Die Sauerlandlinie ist damit eines der 700 Verkehrsprojekte, die der Bund bis 2030 auf den Weg bringen will.

Nach Angaben von Verkehrsminister Alexander Dobrindt, der den wichtigsten Investitionsplan für Verkehrsmaßnahmen am Mittwoch vorstellte, ist die A 45 für Güterverkehr und Logistik deutschlandweit unverzichtbar. 

Das Projekt ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch ein finanzieller Kraftakt: Allein die Erneuerung der Brücken wird mit 1,3 Milliarden Euro veranschlagt. A45 und A46 erreichten die Priorität „vordringlicher Bedarf“. 

Matthias Heider und Petra Crone erleichtert

„Der Ausbau bedeutet endlich Planungssicherheit bei unserer Verkehrsinfrastruktur“, betonte der Lüdenscheider CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Heider. „Der Ausbau der Autobahn ist für uns dringend notwendig. Die A 45 ist die Lebensader unserer Region und gerade wirtschaftlich von größter Bedeutung. Immerhin liegt hier die drittstärkste Industrieregion bundesweit“, meinte Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas. 

Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Crone zeigte sich erleichtert: „Die Priorität ist wichtig und richtig – eine wunderbare Nachricht.“ 

Vierstreifiger Neubau zwischen Hemer und Menden

Der Bundesverkehrswegeplan bringt auch die A 46 nach vorn. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser meinte dazu: „Zwischen den Anschlussstellen Hemer und Menden soll ein vierstreifiger Neubau entstehen. Im weiteren Verlauf zwischen Menden und Arnsberg kommt ein dreistreifiger Neubau hinzu. Als Wirtschaftsregion mit vielen Weltmarktführern ist die infrastrukturelle Anbindung in Richtung Osten besonders wichtig für uns.“ 

Mit der Vorstellung des Bundesverkehrswegeplans ist aber das letzte Wort noch nicht gesprochen. Von heute an soll die Öffentlichkeit sich sechs Wochen lang (bis zum 2. Mai) an der Diskussion beteiligen, erst danach will das Kabinett endgültig festlegen, wo gebaut werden soll. Voraussichtlich wird das in der zweiten Jahreshälfte geschehen. 

Und auch dann ist der Plan noch nicht in Stein gemeißelt, denn über die Realisierung jedes einzelnen Projekts wird im Lauf der Jahre je nach Kassenlage entschieden. 

Ortsumgehung von Neuenrade und Balve geplant

Im Märkischen Kreis soll außerdem die B229n als zweistreifige neue Ortsumgehung von Neuenrade und Balve kommen. Auch dieses Projekt sei für die Region von großer Bedeutung, um beide Kommunen deutlich zu entlasten, sagte Christel Voßbeck-Kayser. Auch die Ortsumgehungen Neuenrade und Balve wurden mit der höchsten Priorisierung („Vordringlicher Bedarf“) eingestuft, die es im Bundesverkehrswegeplan gibt.

Alle Projekte werden ab dem 21. März über eine Internetplattform detailliert vorgestellt und für jeden zugänglich sein. Mit dieser neuen Plattform wird es erstmalig eine sechswöchige öffentliche Beteiligung nicht nur für Unternehmen, sondern auch für alle Bürgerinnen und Bürger geben. Über das Portal www.bvwp-projekte.de können die Projektbewertungen eingesehen und kommentiert werden.

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