Orkanböen im Norden - Baum stürzt auf Zug

Hamburg - Ein Orkantief mit Sturmböen von bis zu Windstärke elf hat am späten Montagabend in Schleswig-Holstein die Feuerwehr in Atem gehalten.

Die Retter fuhren mehr als 200 Einsätze. Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometer pro Stunde fegte Tief “Nicolas“ über das Land. Auf der Bahnstrecke zwischen Kiel und Hamburg stürzte ein Baum auf einen Regionalexpress, der Zugführer wurde verletzt und musste ins Krankenhaus. Die 25 Reisenden blieben unverletzt und mussten in Busse umsteigen. Ein Polizeisprecher sagte, der Baum habe die Bahn seitlich getroffen, die Krone habe sich in der Oberleitung verfangen. Deshalb wurde die zweigleisige Strecke bis etwa 3.20 Uhr voll gesperrt.

Erst nach Mitternacht beruhigte sich der Sturm. Nach Angaben der Lagedienste am Morgen gab es weder Schwerverletzte noch Tote. Trotzdem waren die Einsatzkräfte im Dauereinsatz, um umgeknickte oder entwurzelte Bäume, herabgefallene Äste oder umgewehte Baugerüste aufzuräumen. Besonders im Großraum Kiel war es hektisch. Im Stadtgebiet stürzte ein 15 Meter hoher Baum auf die Straße und begrub sieben Autos unter sich. Den Schaden schätzte die Feuerwehr auf mindestens 50 000 Euro.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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