Seit Juli geht es abwärts

Wenig Wasser im Rhein: Ein Dutzend Schiffe stecken fest

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Die Besatzung hat Warnungen über die Untiefen des Rheins  nicht gehört: Der Frachter steckt am Donnerstag bei Mannheim fest.

Duisburg - Da geht's nicht weiter: Im Rhein haben sich viele Schiffe festgefahren. Grund ist enormes Niedrigwasser.

Der Rhein hat derzeit enormes Niedrigwasser. In Duisburg etwa zeigte der Pegel am Donnerstag 2,17 Meter - ein normaler Wert liegt dort bei circa 4,33 Meter. Zwar gelten September, Oktober und November als typische Niedrigwassermonate. „Aber wenn man den aktuellen Wert mit denen der letzten 20 bis 30 Jahre vergleicht, ist es schon ein sehr niedriger Wasserstand“, sagte Jan Böhme, Gewässerkundler beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Rhein. „Seit Juli geht es kontinuierlich abwärts.“ Bis zum Wochenende sei keine Besserung in Sicht, sagte Böhme.

Ausgangspunkt für Pegel-Messungen ist nicht der Grund des Gewässers, sondern der sogenannte Pegel-Nullpunkt. Er wird in der Regel knapp unterhalb des bis dahin niedrigsten Wasserstandes festgelegt. Der Pegelstand gibt also nicht die gesamte Tiefe eines Gewässers an. Dennoch hat das Niedrigwasser auch Folgen für die Rheinschiffer. Von etwa einem Dutzend festgefahrener Schiffe in den vergangenen 14 Tagen berichtete die Polizei in Duisburg.

Gewässerqualität verbessert sich

Es gibt aber auch eine positive Nachricht über den Rhein: 30 Jahre nach dem Großbrand im Schweizer Chemieunternehmen Sandoz bei Basel tummeln sich wieder viele Lachse in dem Gewässer.  Am 1. November 1986 war hochgiftiges Löschwasser in den Rhein geflossen. Viele Fische starben.  

Der Bau vieler weiterer Kläranlagen und andere millionenschwere Investitionen hätten gezeigt, „dass es möglich ist, aus der Kloake Rhein wieder einen weitgehend sauberen Strom zu machen“, teilte die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins am Donnerstag in Koblenz mit. 2015 seien rund 800 dieser sensiblen Wanderfische gezählt worden.

dpa

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