Berliner Kaffeeröster verbietet Kinderwagen 

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Dieses Schild prangt an der Tür der Berliner Kaffeerösterei

Berlin - An der Tür hängt bereits ein Schild, jetzt will eine Kaffeerösterei am Berliner Prenzlauer Berg auch mit einem Poller Kinderwagen aus dem Geschäft verbannen. Das sorgt für Wirbel.

Das geschehe aus Sicherheitsgründen, wie Betreiber Ralf Rüller (44) am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa zu Medienberichten sagte. In dem Laden steht hinten eine Röstmaschine, die laut Rüller bis zu 220 Grad heiß wird, vorne gibt es Sitzgelegenheiten. „Wenn es brennen sollte, bekommen wir die Kinderwagen nicht schnell genug hinaus.“ Außerdem wolle er einen ruhigen Raum, so gebe es keine Musik oder Laptops. „Bestimmte Orte sind einfach nichts für Kinder - ich würde mein Kind auch nicht mit in die Oper nehmen.“ An der Tür hängen Logos, die Zigaretten, Hunde und Kinderwagen verbieten.

Dass Kinder in seinem Laden nicht spielen dürften, bedeute nicht, dass er sie nicht möge. Er habe auch positive Reaktionen beobachtet. „Einige Mütter freuen sich, eine Pause zu haben und in Ruhe einen Kaffee genießen zu können.“ Gegen Vorwürfe, er diskriminiere Rollstuhlfahrer, wehrt sich Rüller. „Ich würde einen Rollstuhlfahrer auf Händen in den Laden tragen.“ Der Poller am Eingang ist beweglich. Ein Café, das in einem Séparée keinen Kinderlärm haben wollte, erntete schon früher Schlagzeilen.

dpa

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