Normalerweise steigen im Herbst die Zahl der Wildunfälle drastisch. Doch auch jetzt bei Frost und Schnee queren Rehe, Wildschweine und Füchse plötzlich die Straßen. Die Polizei warnt.

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Vorsicht Reh! Salz lockt Wild an die Straßen
Seitdem im Land Frost und Schnee eingezogen sind, häufen sich die Wildunfälle. Vor allem morgens und abends in der Dämmerung stoßen immer wieder Autos mit Rehen, Wildschweinen, Füchsen und sogar Dachsen zusammen, wie die Polizeidienststellen in Mecklenburg-Vorpommern berichten.
„Das Wild sucht nach Futter“, sagt Rainer Pirzkall, Mitarbeiter in der Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes in Damm bei Parchim. Und ausgerechnet Straßen sind oft Futterquellen: Reh- und Damwild liebt Salz, und das gibt es dank des Tausalzes auf den Straßen im Überfluss. „Das Gras schmeckt würziger. Deshalb äsen die Tiere auch im Sommer gerne an Straßenrändern“, erklärt Pirzkall.
Im Unterschied zum vergangenen Winter ist das Wild derzeit mobiler, weil nur wenig Schnee liegt. Bei hohem Schnee bleiben die Tiere in der Deckung, weil sie schlechter vorwärtskommen. Bei verharschtem Schnee verletzen sich vor allem Rehe häufig.
Polizeisprecher Klaus Wiechmann in Ludwigslust registriert jetzt täglich Wildunfälle, was sonst eher für die Brunftzeit im Herbst typisch sei. „Zwischen fünf und acht Uhr kracht es am häufigsten, am meisten in Naturschutzgebieten“, sagte er. Laut Polizei gehen zum Glück fast alle Wildunfälle nur mit Sachschaden ab - zumindest für die Menschen.
Von Birgit Sander, dpa



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